Online Sportwetten Anbieter 2026: Wer in Deutschland erlaubt ist – und was der Schein trügt

Updated Oktober 2026
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*Stand: Oktober 17, 2026 – geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) und die Impressen der Anbieter.*

Wer in Deutschland online Sportwetten abschließen will, landet schneller bei der Lizenzfrage als bei der Quote. Seit dem 1. Juli 2021 regelt der Glücksspielstaatsvertrag 2021 den Markt, und seit dem haben nur Anbieter mit einer Erlaubnis der GGL das Recht, Wetten an deutsche Kunden zu vermitteln. Die Frage „Wer ist seriös?“ hat damit eine ganz praktische Antwort: Wer auf der Whitelist steht. Wer nicht, ist und bleibt ein Offshore-Anbieter – mit allen Konsequenzen für Einzahlungswege, Auszahlungsgeschwindigkeit und deutschem Rechtsschutz.

Mehrere Smartphones unterschiedlicher Größe liegen nebeneinander auf einem Holztisch, die Bildschirme sind dunkel.
Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der WINAMAX SA am 29.06.2021 eine Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie mit Bescheid vom 08.12.2022.

Dieser Artikel bietet einen Überblick über zehn Anbieter, die über eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis verfügen. Dabei geht es um die Bedeutung dieser Erlaubnis für die Sicherheit, die Kostenstruktur des Angebots und worauf Spielende achten sollten.

Was einen Sportwetten-Anbieter in Deutschland ausmacht

Drei Dinge sind es, die einen Anbieter in Deutschland zum Anbieter machen – jenseits vom Marketing-Versprechen auf der Startseite.

Ein Notizbuch mit handschriftlichen Spalten und einem Bleistift liegt auf einem Schreibtisch neben einem Taschenrechner.
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Erstens die Erlaubnis. Sie kommt von der GGL oder, bei den ersten Lizenzen aus der Übergangsphase, vom Regierungspräsidium Darmstadt und wird heute von der GGL beaufsichtigt. Wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland Sportwetten im Internet veranstalten und vermitteln (§ 9 Abs. 8 GlüStV). Wer fehlt, hat in Deutschland keine Erlaubnis – auch wenn die Seite auf den ersten Blick seriös wirkt, Lizenznummern aus Curaçao oder Anjouan vorzeigt oder eine deutsche Handynummer für den Support anbietet. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum ist in Deutschland rechtlich bedeutungslos.

Zweitens die Anbindung an OASIS und LUGAS. OASIS ist die bundesweite Sperrdatei. Wer hier eingetragen ist, darf nirgends in Deutschland spielen, weder stationär noch online. LUGAS ist das technische Gegenstück für Limits: Die Limitdatei zieht das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über alle Anbieter hinweg zusammen, die Aktivitätsdatei verhindert Parallelkonten. Beide Systeme greifen nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Offshore-Anbieter sind nicht angeschlossen – das ist der Grund, warum dort höhere Limits oder schnellere Anmeldungen möglich sind, aber eben auch kein Sperrschutz.

Drittens der Preis. Jede Wettquote enthält eine Marge. Sie ist der Anteil, den der Anbieter vom Umsatz einbehält, und sie schwankt je nach Markt und Sport. Eine Quote von 2,10 auf den Heimsieg und 2,10 auf den Auswärtssieg sieht für den Laien nach „fair“ aus – arithmetisch stecken aber etwa 4,8 % Marge drin, bei einem ausgeglichenen 1,90/1,90 sind es rund 5,3 %. Bei großen Buchmachern liegt der Quotenschlüssel im Schnitt zwischen 93 % und 96 %, bei Fußball-Bundesligaspielen teils höher, bei Randsportarten teils deutlich niedriger.

Ein Test oder Vergleich, der diese drei Punkte nicht mitprüft, ist ein Marketing-Vergleich, kein nützlicher.

Die Rechtslage: Wer in Deutschland wetten darf – und wer nicht

Der Markt ist zweigeteilt, und die Trennlinie verläuft nicht zwischen „seriös“ und „unseriös“, sondern zwischen „mit deutscher Erlaubnis“ und „ohne“.

Ein leerer Amtsflur mit hohen Fenstern und glänzendem Steinboden, durch die Fenster fällt das Licht eines Vormittags.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Was die GGL-Whitelist leistet – und was nicht

Die Whitelist ist die Liste aller Anbieter, denen die GGL eine Erlaubnis erteilt hat. Sie wird auf der Webseite der Behörde veröffentlicht und laufend aktualisiert. Wer dort mit einer .de-Domain und einem Erlaubnisdatum steht, darf in Deutschland Sportwetten anbieten. Der Eintrag enthält den Inhaber der Erlaubnis (meist eine Limited mit Sitz in Malta, einige österreichische Gesellschaften), das Datum der ersten Erlaubnis und gegebenenfalls das Datum einer Folgeerlaubnis. Die Liste ist die einzige verlässliche Quelle für die Frage „Darf dieser Anbieter in Deutschland wetten?“.

Sie enthält einige Feinheiten, die in der Praxis oft übersehen werden:

Erlaubnisinhaber: Wer tatsächlich hinter den Marken steht

Bei einem genaueren Blick auf die Whitelist fällt auf: Viele der zehn bekanntesten Marken werden von Unternehmen mit Sitz in Malta betrieben. bwin gehört zur bwin (Deutschland) Limited in Gzira, bet365 zur Hillside (Europe) ENC in Ta’Xbiex, AdmiralBet zur Greentube Betting Malta Limited. Das ist kein Zufall: Malta ist seit langem ein Sitz für europäische Wettanbieter, und die deutsche Erlaubnis wird zusätzlich zur maltesischen Lizenz erteilt – nicht an deren Stelle. Der Standort des Betreibers ist für die Frage der Lizenz in Deutschland nicht entscheidend; entscheidend ist allein der Eintrag auf der Whitelist.

Einige Anbieter gehen andere Wege: Die Betkick Sportwettenservice, die hinter Betano steht, ist österreichisch und gehört zu Stoiximan; die ODDSET Sportwetten GmbH ist eine deutsche Gesellschaft und an den stationären Vertrieb der Lotto-Annahmestellen angeschlossen. Beide haben ebenfalls eine deutsche Erlaubnis.

Was nicht erlaubt ist – und was die Folgen sind

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, der in Deutschland wirbt oder an deutsche Kunden vermittelt, betreibt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Das hat drei Dimensionen:

Was es am Ende für den einzelnen Spieler bedeutet, lässt sich klar zusammenfassen: Bei einem Offshore-Anbieter gibt es keinen deutschen Rechtsschutz, keine Sperrdatei, kein Einzahlungslimit, keine Auszahlung an ein eigenes Konto innerhalb von fünf Werktagen. Was es im Einzelfall kostet, hängt vom Einzelfall ab.

Spielerschutz: Was die Erlaubnis konkret bedeutet

Der Spielerschutz ist keine Marketingabteilung, sondern ein Bündel konkreter Regeln, die jeder Anbieter mit deutscher Erlaubnis umsetzt. Sie greifen unabhängig davon, ob der Anbieter eine besonders kundenfreundliche Werbung macht oder nicht.

Altersgrenze und Verifizierung. Mitmachen darf, wer volljährig ist. Vor der ersten Einzahlung und vor der ersten Wette verlangt der Anbieter eine vollständige Verifizierung (§ 6a GlüStV). In einer Übergangsphase von 72 Stunden darf er Notfall-Spiel mit maximal 100 € Einzahlung erlauben, eine Auszahlung in dieser Phase ist ausgeschlossen. Spätestens nach drei Tagen aber will er den Ausweis gesehen haben.

Das Einzahlungslimit. 1.000 € pro Kalendermonat, kumuliert über alle Anbieter mit deutscher Erlaubnis (§ 6c Abs. 1 GlüStV). Wer mehr will, muss beim Anbieter nachweisen, dass er es sich leisten kann – ein Selbstauskunft reicht nicht. Bis 10.000 € geht das individuell, bis 30.000 € nur für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler des Anbieters. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen. Praktisch heißt das: Wer parallel bei drei Anbietern spielt, kann nicht heimlich über die 1.000-€-Grenze hinaus spielen – LUGAS sieht jede Einzahlung.

OASIS und Selbstsperre. OASIS ist die zentrale Sperrdatei (§§ 8, 8a GlüStV). Jeder Anbieter prüft bei Registrierung und bei jedem Login, ob ein neuer Spieler eingetragen ist. Wer sich selbst sperrt, bestimmt die Dauer (mindestens drei Monate); wer von Amts wegen gesperrt wird, ist mindestens ein Jahr draußen. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine 24-Stunden-Sperre aus – eine Eskalationsstufe vor der eigentlichen Selbstsperre.

Zahlungswege. Erlaubt sind nur Zahlungskonten auf den eigenen Namen bei einem Kreditinstitut nach dem Geldwäschegesetz (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Anonyme Zahlungsmittel sind verboten – das schließt Bargeld, anonyme Prepaid-Karten und Kryptowährungen aus. Wer bei einem Whitelist-Anbieter einzahlt, gibt bei der ersten Einzahlung Kontoinhaber und IBAN an; wo der Anbieter diese Daten verifiziert, kontrolliert er sie gegen die Person.

Auszahlung. Bei Kontoschließung zahlt der Anbieter das Restguthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Abzug von Gebühren aus (§ 6b Abs. 6-7). Das ist eine Schutzregel für Spieler, die nicht mehr spielen wollen – und ein Grund, warum Offshore-Anbieter, die solche Fristen nicht kennen, oft schneller aussehen als sie sind.

Bonus, Gratiswette und Cashback: Was die Werbung verschweigt

Jeder Anbieter wirbt. „100 % Bonus“, „Gratiswette“, „Cashback“ – was darunter steht, ist von Anbieter zu Anbieter verschieden, und der Glücksspielstaatsvertrag schreibt keine einheitlichen Regeln vor. Was der Staatsvertrag regelt, ist nur: Werbung für unerlaubtes Glücksspiel ist verboten, Werbung richtet sich nach den Bedingungen des Anbieters selbst.

Bonus: Was er kostet

Ein typischer Einzahlungsbonus liegt zwischen 50 % und 200 % der Ersteinzahlung. Was er kostet, steht in den Umsatzbedingungen: Mal muss der Bonusbetrag fünfmal zu einer Mindestquote von 1,50 durchgespielt werden, mal achtmal zu 1,80, mal nur der Bonus ohne Einzahlung. Mal zählt der Einsatz, mal zählt nur der Bonusbetrag. Mal werden Kombiwetten ausgeschlossen, mal werden einzelne Märkte ausgeschlossen. Mal muss es Sportwetten sein, mal zählt auch virtueller Sport, mal nicht.

Eine grobe Rechnung zeigt, wie das aufs Gewicht fällt. Bei 100 € Bonus und einer fünffachen Umsatzanforderung sind 500 € an Wetten zu platzieren. Bei einer durchschnittlichen Marge von 5 % im ausgewählten Markt kostet das rechnerisch etwa 25 € an eingebautem Verlust – den Bonus zu erwirtschaften, kostet ein Viertel seines Wertes. Bei achtfacher Umsetzung und 1,80 Mindestquote sind es eher 40 € und mehr, weil die Mindestquote das Wetten auf ausgeglichene Favoriten-Tipps ausschließt und den Spieler in die Außenseiter-Wetten zwingt, wo die Marge höher ist.

Gratiswette. Sieht aus wie geschenktes Geld, ist es aber nicht. Der Einsatz wird in der Regel nicht zurückgezahlt – wer eine 10-€-Gratiswette auf eine 3,00er Quote setzt und gewinnt, bekommt 20 € Gewinn ausgezahlt, nicht 30 €. Manche Anbieter zahlen den Einsatz zurück, manche nicht, das steht in den Bedingungen. Auch hier gilt: Die Marge des Marktes, auf den die Gratiswette gesetzt wird, entscheidet darüber, was sie durchschnittlich wert ist.

Cashback. Beim Cashback gibt der Anbieter einen Teil des Nettoverlusts zurück – oft 5 % bis 20 % wöchentlich. Der Clou: Das ist im Schnitt dasselbe wie ein Bonus ohne Umsatzbedingungen, aber die Marge des Anbieters ist trotzdem eingepreist. Cashback fühlt sich an wie eine Belohnung fürs Weitermachen, und genau das ist seine ökonomische Funktion.

„Risikofrei“ ist das Wort, das in der Werbung am häufigsten fällt und am seltensten stimmt. Eine risikofreie Wette ist eine Wette, deren Verlust der Anbieter erstattet – als Gratiswette, oft mit gleicher Marge, oft an gleiche Bedingungen geknüpft. Risiko, das ein Anbieter wirklich übernimmt, gibt es in der Branche selten.

Wann ein Bonus reicht – und wann nicht

Die Frage, wann ein Bonus sich rechnet, hängt nicht von der Höhe des Bonus ab, sondern vom Verhältnis aus Bonus, Umsatzfaktor, Mindestquote und der Marge des Marktes, auf dem umgesetzt wird. Bei niedrigen Faktoren, niedrigen Mindestquoten und Märkten mit niedriger Marge ist das Verhältnis günstig. Bei hohen Faktoren, hohen Mindestquoten und gleichzeitigem Ausschluss von Kombiwetten ist es ungünstig.

Was die Werbung nicht verrät: Welche Märkte ausgeschlossen sind. Kombiwetten zählen oft doppelt, Einzelwetten einfach. Märkte mit asiatischem Handicap zählen manchmal gar nicht. Wer die Bedingungen nicht liest, spielt am Ende auf den falschen Märkten – und merkt es erst, wenn der Bonus verfällt.

Einzahlung und Auszahlung: Welche Wege es gibt, und was sie kosten

Wer bei einem Whitelist-Anbieter einzahlt, gibt früher oder später die IBAN eines Kontos auf den eigenen Namen an. Welche Zahlungsmittel er daneben akzeptiert, ist Sache des Anbieters.

Was alle akzeptieren

Banküberweisung, Kreditkarte und die gängigen Online-Bezahldienste sind bei fast allen Anbietern dabei. Die Frage ist nicht, ob sie akzeptiert werden, sondern wie schnell sie wieder ausgezahlt werden.

Auszahlungsdauer – was realistisch ist

Bei einem reibungslos verifizierten Konto sollte die Auszahlung über einen Online-Bezahldienst oder eine Kreditkarte innerhalb von 24 Stunden beim Spieler sein. Bei einer Banküberweisung sind ein bis drei Werktage normal. Das ist die Spanne, die die meisten Whitelist-Anbieter schaffen – und die ist auch das, was § 6b Abs. 6 GlüStV bei Kontoschließung als Obergrenze setzt.

Was in Werbeversprechen gerne vorkommt: „Auszahlung in 30 Minuten“. Das gilt nur für einen Teil der Zahlungswege – meist Online-Bezahldienste, manchmal nur, wenn das Konto bereits verifiziert ist und keine Bonusbedingungen offen sind. Im Kleingedruckten steht der Vorbehalt.

Was nicht geht: Krypto und anonyme Mittel

Kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis nimmt Bitcoin, Ethereum oder andere Kryptowährungen entgegen – die wären anonymer Zahlungsverkehr und mit § 6b Abs. 4 GlüStV nicht vereinbar. Wer auf Krypto setzt, ist bei Offshore. Der Preis: keine Anbindung an OASIS, keine Auszahlungsgarantie bei Kontoschließung, kein Schutz bei Streit.

Live-Wetten und Cash-out: Was erlaubt ist, was nicht

Live-Wetten gehören zum Standardrepertoire jedes Anbieters. Was sie in Deutschland dürfen, ist strenger als in manchen anderen Märkten.

Was Live-Wetten in Deutschland wetten dürfen

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis gewettet werden sowie auf seltene Ereignisse im Spiel – das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis. Was nicht erlaubt ist: Wetten auf den nächsten Punkt im Tennis, die nächste Gelbe Karte, den nächsten Einwurf. Solche Märkte fehlen bei deutschen Anbietern oder werden aus dem Live-Programm ausgeblendet. Wer aus einem anderen Markt kommt, wird die Auswahl darum kleiner finden als gewohnt.

Was ebenfalls ausgeschlossen ist: Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen. Die GGL legt das im Fußball ab der 3. Liga abwärts als Amateurniveau aus. Auf Amateurfußball wetten, das geht in Deutschland nicht legal.

Cash-out: Eine Funktion, kein Gesetz

Cash-out ist eine Funktion des Anbieters: Er kauft dem Spieler die offene Wette vor dem eigentlichen Ende ab, zu einem reduzierten Preis. Sie ist nicht im Glücksspielstaatsvertrag geregelt und nicht von der GGL vorgeschrieben – sie ist schlicht eine Funktion, die einige Anbieter anbieten und andere nicht. Wer Cash-out schätzt, achtet darauf, dass der Anbieter es im Wettschein anbietet. Wer darauf verzichten kann, schaut auf den Preis: Cash-out-Märkte haben oft eine höhere Marge als Vorab-Wetten, weil der Anbieter das Risiko der Vorabauszahlung einkalkuliert.

Wetten verstehen: Wettarten, Quote und Marge

Wer Wetten abschließt, sollte mindestens die Grundbegriffe kennen. Vier davon machen den Unterschied zwischen einer Wette und einem durchdachten Tippschein.

Einzelwette, Kombiwette, Systemwette

Die Marge: Was jede Quote kostet

Eine Quote ist nie der faire Preis für ein Ereignis – sie ist der Preis, den der Anbieter anbietet, abzüglich seiner Marge. Wer das rechnet, sieht den Markt mit anderen Augen.

An einem ausgeglichenen Markt ohne Marge stünde eine faire Quote bei 2,00 auf jede Seite – Einsatz verdoppelt sich. Steht eine Quote von 1,90 auf jede Seite, ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) ≈ 0,95, also 95 %; die Marge beträgt 5 %. Bei 1,85 / 1,85 ist die Auszahlungsquote rund 92,5 %, die Marge etwa 7,5 %. Wer konsequent auf Märkten mit niedriger Marge spielt – große Fußball-Ligen, Hauptmärkte – bekommt im Schnitt mehr für seinen Einsatz. Wer auf Nischenmärkte oder komplizierte Spezialwetten ausweicht, bezahlt eine höhere Marge.

Was im Schnitt heißt: Über viele Wetten gleicht sich die Marge aus. Wer tausendmal zu 1,90/1,90 wettet und jedes Mal objektiv fair gewettet hätte, verliert rund 5 % seines Einsatzes allein durch die Marge. Das ist der Preis, den jeder zahlt, der wettet – und der Grund, warum die Auswahl von Märkten mit niedriger Marge mittelfristig mehr ausmacht als jeder Tipp.

Die Sportwettensteuer: Wer sie zahlt, und wie

Die Wettsteuer beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 %, berechnet auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst – effektiv etwa 5,03 % des eingesetzten Betrags. Gezahlt wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler. Was der Anbieter daraus macht, ist seine Sache:

Was der Markt tut, ist nicht einheitlich. Manche Anbieter werben mit „keine Wettsteuer“ und ziehen sie von der Quote ab; bei einem 2,00er Markt landet die effektive Quote dann bei rund 1,90. Andere ziehen sie vom Gewinn ab, was für den Spieler bei niedrigen Quoten teurer ist. Wer vergleicht, achtet nicht nur auf die Quote, sondern auch darauf, was am Ende vom Gewinn übrig bleibt.

Wettsteuer zahlen heißt übrigens nicht, dass ein Anbieter lizenziert ist. Auch Offshore-Anbieter mit Sitz in Malta oder Curaçao zahlen die Steuer. Die Steuer macht keine Lizenz.

Sportarten und Wettbewerbe: Was deutsche Anbieter im Programm haben

Fußball, Basketball, American Football, Motorsport, Tennis, Eishockey, Handball – das Standardprogramm sieht bei den meisten Anbietern ähnlich aus, mit kleineren Unterschieden in der Tiefe. Die Unterschiede liegen in den Details.

Fußball: Das Programm ist überall

Bundesliga, Champions League, Premier League, La Liga, Serie A, Ligue 1 – das Standardangebot decken alle zehn Anbieter ab, oft mit Hunderten von Märkten pro Spiel. Was sich unterscheidet: Die Tiefe bei unteren Ligen, die Verfügbarkeit von Spezialwetten, die Anzahl der Langzeitmärkte auf Titel und Torschützenkönige.

American Football: NFL dominiert

Die NFL ist das Programm, das bei allen Anbietern gut ausgebaut ist – Super-Wetten, Spieler-Specials, alternate Lines. Was bei einigen Anbietern dazukommt: NCAA, CFL, XFL. Wer auf die NFL setzt, hat bei jedem Anbieter genug Auswahl. Wer College-Football will, schaut genauer hin.

Basketball: NBA im Mittelpunkt

NBA-Spiele sind Standard. EuroLeague, BBL, spanische ACB und italienische Lega – auch das findet sich bei den meisten. Spezialwetten auf Spielervergleiche oder Spielstatistiken sind eher NBA-zentriert; für europäische Ligen ist das Programm dünner.

Motorsport: Formel 1 und NASCAR

Formel 1 steht überall im Programm, oft mit Sieger-, Podiums- und Spezialwetten. NASCAR, MotoGP, Rallye-WM sind bei den meisten Anbietern dabei, aber unterschiedlich tief.

Tennis: Grand Slams und ATP/WTA

Alle vier Grand Slams sind Standard, ATP- und WTA-Turnereien auch. Was fehlt oder dünn ist: ITF-Turniere der unteren Kategorien, Challenger-Turniere – je nach Anbieter.

Snooker, Eishockey, Handball und der Rest

Snooker wird bei vielen Anbietern angeboten, vor allem rund um die großen Turniere; bei kleineren Events ist das Programm sporadisch. Eishockey (NHL, KHL, DEL) und Handball (HBL, Champions League) sind durchgängig dabei. Was tiefer liegt – Feldhockey, Wasserball, Bandy – findet sich nur bei wenigen Anbietern.

Was außen vor bleibt

E-Sport. So deutlich wie nirgendwo sonst scheitert das, was Spieler aus anderen Märkten kennen, an der deutschen Regulierung. Die GGL stellt klar, dass Wetten auf E-Sport in Deutschland nicht möglich sind – E-Sport ist als Sport im Sinne des Glücksspielstaatsvertrags nicht anerkannt. Wer CS:GO, League of Legends oder Dota 2 wetten will, landet bei Offshore. Der Preis: keine Erlaubnis, kein deutscher Schutz.

Virtuelle Sportwetten. Nicht abschließend geregelt. Was in anderen Märkten als „Virtual Sports“ angeboten wird – computergenerierte Sportereignisse mit Quoten – ist in Deutschland in einer Grauzone, die kein Anbieter mit deutscher Erlaubnis betritt. Wer das sucht, wird auf der .de-Domain nicht fündig.

Neue Anbieter: Woran ein neuer Marktteilnehmer zu erkennen ist

Der deutsche Markt ist nicht abgeschlossen. Immer wieder kommen neue Marken hinzu – mal als Tochter eines bestehenden Anbieters, mal als eigenständige Anbieter. Woran ein Neuer erkennbar ist, hat weniger mit dem Gründungsdatum zu tun als mit dem Eintrag auf der Whitelist.

Was die Whitelist über Neuheit verrät. Die Whitelist zeigt das Datum der Ersterlaubnis. Ein Anbieter mit Erstdatum 2023 oder 2024 ist in der Glücksspiel-Behördensprache ein „neuer“ Anbieter – selbst wenn die Marke vorher schon in anderen Ländern aktiv war. Manche Marke ist seit zehn Jahren in Frankreich auf dem Markt, aber erst seit zwei Jahren in Deutschland erlaubt; das zählt im deutschen Markt als neu.

Was ein neuer Anbieter noch nicht hat. Eine kurze Historie. Wer die Auszahlungspraxis, die Stabilität der Plattform, den Umgang mit Sperranträgen und die Reaktion auf Streitfälle prüfen will, findet zu einem neuen Anbieter wenig. Das ist kein Argument gegen ihn – viele funktionieren vom ersten Tag an reibungslos – aber ein Grund, mit kleineren Einsätzen anzufangen und Erfahrungen zu sammeln.

Was bei einem neuen Anbieter zu prüfen ist, bevor das erste Geld fließt:

Was die Werbung verschweigt: Auch neue Anbieter müssen alle Regeln des Glücksspielstaatsvertrags erfüllen – OASIS-Anbindung, LUGAS-Limit, eigene Kontoverbindung, volle Verifizierung. Wer dort mit dem Versprechen „keine Verifizierung“ wirbt, hat keine Erlaubnis.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Was die Whitelist zeigt, ist nur die Erlaubnis – was die Anbieter darüber hinaus bieten, ist die Frage, die jeder Vergleich beantworten muss.

bwin

bwin gehört zu den Pionieren der Online-Wetten in Deutschland. Die Erlaubnis für bwin besteht seit dem 9. Oktober 2020; eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Hinter der Domain steht die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta.

Das Programm ist breit: Fußball, Basketball, Tennis, Motorsport, American Football – alles Standard, dazu eine vergleichsweise tiefe Spezialwetten-Auswahl bei den europäischen Top-Ligen. Live-Wetten sind vollständig im Rahmen der deutschen Regeln umgesetzt; Cash-out gibt es als Funktion, aber nicht auf jedem Markt. Die Sportwettensteuer wird direkt von der Quote abgezogen – wer auf einen 2,00er Markt setzt, sieht die effektive Quote entsprechend niedriger.

Bei den Bonusbedingungen ist bwin eher zurückhaltend als verschwenderisch: niedrige Umsatzfaktoren, moderate Mindestquoten. Wofür der Anbieter steht, ist Verlässlichkeit über das Programm – Quotenniveau im Mittelfeld der deutschen Anbieter, solide Auszahlungspraxis, kein Extraschnickschnack.

Wertung: Wer ein vollständiges Standardprogramm mit klarer Regulierung sucht und keine außergewöhnlichen Quoten erwartet, ist hier richtig. Wer die höchsten Quoten oder die ungewöhnlichsten Spezialmärkte sucht, schaut weiter.

bet-at-home

bet-at-home ist ein österreichischer Anbieter mit langer Historie – in Deutschland mit Erlaubnis seit dem 2. November 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Bet-at-home.com Internet Limited führt die Domain bet-at-home. Die Plattform wirkt schlichter als bei manchen Mitbewerbern; wer ein nüchternes Interface schätzt, mag das.

Das Programm deckt das Wesentliche ab. Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball – alles Standard, mit den großen europäischen Ligen als Rückgrat. Die Tiefe bei Spezialmärkten ist geringer als bei einigen Konkurrenten, dafür ist die Plattform übersichtlicher und für Gelegenheitsnutzer einfacher zu bedienen.

Die Wettsteuer behandelt bet-at-home nach dem eigenen Modus: beim deutschen Markt direkt von der Quote abgezogen. Bonusangebote gibt es, in der Regel mit moderaten Bedingungen. Auszahlung über Standardwege.

Wertung: Der Anbieter passt zu Spielern, die ein schlichtes, vollständig reguliertes Programm suchen und keine ausgefallenen Märkte brauchen. Wer Mehrwert in Spezialwetten oder überdurchschnittlichen Quoten sucht, ist anderswo besser aufgehoben.

NEO.bet

NEO.bet kam später auf den deutschen Markt, ist aber mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 gut etabliert. Die Greenvest Betting Limited führt die Domain NEO.bet. NEO.bet setzt auf ein eigenes Quotenniveau und positioniert sich im deutschsprachigen Raum – mit österreichischer Beteiligung im Hintergrund.

Das Programm ist Standard mit Schwerpunkt auf Fußball und Tennis. Live-Wetten sind vollständig integriert; Cash-out ist verfügbar, wenn auch nicht auf jedem Markt. Die Plattform ist modern und für mobile Endgeräte optimiert; die App ist mehr Spielerei als Notwendigkeit.

Bonus und Quoten liegen im Mittelfeld. Die Bedingungen sind transparent und nicht überzogen.

Wertung: Solider Mittelweg. Wer einen unauffälligen Anbieter mit vollständigem Programm sucht, ist hier richtig – kein Highlight, kein Ärgernis.

Winamax

Winamax hat eine etwas andere Geschichte als die meisten hier versammelten Anbieter. Das Unternehmen kommt aus dem französischen Poker-Markt und ist in Deutschland mit Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021 aktiv; das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis mit Bescheid vom 8. Dezember 2022 verlängert. Die WINAMAX SA führt die Domain Winamax.

Das Sportwetten-Programm ist jünger als bei den etablierten Mitbewerbern, aber inzwischen breit – Fußball, Tennis, Basketball, mit wachsender Auswahl bei Spezialwetten. Was den Anbieter auszeichnet, ist seine Herkunft aus dem Poker-Bereich: Wer vom Poker kommt, kennt die Mechanik von Quoten und das Spiel gegen die Bank.

Winamax wirbt mitunter mit Aktionen, die das Programm pushen sollen, etwa Preispools für bestimmte Wettbewerbe. Was der Anbieter von Haus aus mitbringt, ist ein verhältnismäßig junges, frisches Angebot, das im Aufbau begriffen ist.

Wertung: Wer einen Anbieter mit klarer Europäischer Verwurzelung und transparenter Plattform sucht, ist hier richtig. Das Programm ist nicht am breitesten, aber solide.

Interwetten

Interwetten ist einer der ältesten Online-Wettanbieter im deutschsprachigen Raum. Die Interwetten Gaming Limited führt die Domain Interwetten mit einer ersten Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Der Anbieter ist in Österreich verwurzelt und hat eine lange Historie auch im Casinobereich – die deutsche Erlaubnis kam später als die Tätigkeit in anderen Jurisdiktionen.

Das Programm ist traditionell breit aufgestellt, mit einem Schwerpunkt auf Fußball und Tennis. Live-Wetten sind Standard, Cash-out verfügbar. Was Interwetten von der Konkurrenz abhebt, ist die Übersichtlichkeit der Plattform – wer viele Jahre Online-Wetten gemacht hat, wird die Aufteilung wiedererkennen.

Bonusangebote gibt es, mit unterschiedlichen Bedingungen je nach Aktion. Die Quoten liegen im Mittelfeld.

Wertung: Solide Wahl für Spieler, die einen Anbieter mit langer Historie schätzen und ein breites Programm erwarten.

MERKUR BETS

MERKUR BETS gehört zur Merkur-Gruppe, die aus dem stationären Spielautomaten-Geschäft kommt. In Deutschland mit Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die Merkur Bets Malta Limited führt die Domain MERKUR BETS – gleichzeitig auch Merkur-Sports und Xtip.

Das Programm ist auf dem Papier vollständig, aber im Vergleich zu reinen Online-Sportwetten-Anbietern etwas schmaler. Fußball, Tennis, Basketball, Handball – alles Standard. Was die Merkur-Gruppe mitbringt, ist Erfahrung im Spielbetrieb, nicht unbedingt Erfahrung im Online-Sportwetten-Sektor, in dem die meisten Mitbewerber länger aktiv sind.

Der Anbieter führt weitere Domains unter der gleichen Erlaubnis: Merkur-sports.de und Xtip.de. Wer mit der Marke X-Tip vertraut ist, hat hier denselben Anbieter vor sich.

Wertung: Wer einen Anbieter aus dem stationären Glücksspiel-Umfeld sucht und bereit ist, mit einem etwas schmaleren Programm zu leben, ist hier richtig.

Sportingbet

Sportingbet gehört zur Entain-Gruppe, einem der größten Glücksspielkonzerne Europas. Die Sportingbet (Deutschland) Limited führt die Domain Sportingbet mit einer Erlaubnis für Sportwetten vom 21. Dezember 2022. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele stammt vom 15. November 2022 – der Anbieter hat also beide Erlaubnisse.

Das Programm ist breit und gut ausgebaut, mit einer vergleichsweise starken Präsenz bei britischen und europäischen Fußball-Ligen. Live-Wetten sind im vollen Rahmen der deutschen Regeln verfügbar. Cash-out ist verfügbar.

Was den Anbieter von der Konkurrenz abhebt, ist die Konzernstruktur: Mit der Entain-Gruppe im Hintergrund teilt Sportingbet die technische Plattform mit bwin und anderen Marken, was Stabilität und Funktionalität verspricht. Die Marke Sportingbet selbst ist im deutschen Markt weniger sichtbar als andere, was nicht über die Leistungsfähigkeit hinwegtäuschen sollte.

Wertung: Plattform aus einer großen Gruppe, gutes Programm – wer einen verlässlichen Anbieter aus einem etablierten Konzern sucht, ist hier richtig.

LeoVegas

LeoVegas ist aus dem Mobile-Casino-Sektor bekannt und hat sich mit einer eigenen Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas seit dem 21. Oktober 2024 aufgestellt. Die LVSports Limited führt die Domain. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besteht seit dem 27. Februar 2023.

Das Programm ist Standard: Fußball, Tennis, Basketball, mit den üblichen Hauptmärkten. Live-Wetten sind verfügbar, Cash-out als Funktion. Die Plattform ist für mobile Endgeräte optimiert; das ist die Herkunft aus dem Casino-Bereich.

Was den Anbieter im Sportwetten-Bereich noch auszeichnet, ist seine vergleichsweise kurze Geschichte als Sportwetten-Anbieter in Deutschland – vorher war das Mobile-Casino das Hauptgeschäft.

Wertung: Wer einen Anbieter mit starker Mobile-Plattform sucht und das Standard-Programm ausreicht, ist hier richtig.

Betway

Betway ist eine international operierende Marke mit einer Erlaubnis für Betway.de seit dem 9. März 2021; eine Folgeerlaubnis wurde am 23. Dezember 2022 erteilt. Die Betway Limited führt die Domain. Zusätzlich besteht seit dem 2. Oktober 2026 eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele.

Das Programm ist international ausgerichtet: Fußball, Tennis, Basketball, mit Schwerpunkt auf europäischen Ligen; was bei Betway besonders ausgeprägt ist, sind E-Sport-relevante Märkte – wobei zu beachten ist, dass E-Sport-Wetten in Deutschland nicht erlaubt sind und das Angebot entsprechend an die deutsche Regulierung angepasst ist.

Live-Wetten sind im Standard-Umfang verfügbar, Cash-out ist eine Funktion. Die Bonusangebote sind im internationalen Vergleich eher zurückhaltend; im deutschen Markt passen sich die Bedingungen an die Regulierung an.

Wertung: Solide Wahl für Spieler, die eine international erfahrene Marke mit solidem Programm suchen.

AdmiralBet

AdmiralBet ist Teil der Novomatic-Gruppe und gehört zu den österreichischen Wurzeln des europäischen Glücksspiels. Die Greentube Betting Malta Limited führt die Domain Admiralbet.de mit Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020; Folgeerlaubnisse wurden am 13. Dezember 2022 und am 29. Juli 2024 erteilt. Für die Domain slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. September 2022.

Das Programm ist Standard, mit Schwerpunkt auf Fußball und Tennis. Live-Wetten sind verfügbar, Cash-out auf den meisten Hauptmärkten. Die Plattform ist schlicht; wer keine Spielereien braucht, kommt zurecht.

Wertung: Solide Wahl, besonders für Spieler, die mit der Novomatic-Gruppe aus dem stationären Bereich vertraut sind.

Anbieter GGL-Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
bwin GGL-Whitelist, bwin (Deutschland) Limited, Malta 09.10.2020
bet-at-home GGL-Whitelist, Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
NEO.bet GGL-Whitelist, Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Winamax GGL-Whitelist, WINAMAX SA 29.06.2021
Interwetten GGL-Whitelist, Interwetten Gaming Limited, Malta 02.11.2020
MERKUR BETS GGL-Whitelist, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Sportingbet GGL-Whitelist, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
LeoVegas GGL-Whitelist, LVSports Limited 21.10.2024
Betway GGL-Whitelist, Betway Limited 09.03.2021
AdmiralBet GGL-Whitelist, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020

Die Tabelle zeigt Datum der Ersterlaubnis; bei einigen Anbietern ist eine Folgeerlaubnis erteilt, was die Whitelist mit eigenem Datum ausweist. Wer ein Enddatum lesen will, leitet es aus der Ersterlaubnis plus fünf Jahre ab – bei einer Folgeerlaubnis gilt eine neue Frist.

Häufige Fragen

Welche Sportwetten-Anbieter gibt es in Deutschland, und wo ist die GGL-Whitelist einsehbar?

Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) veröffentlicht auf ihrer Webseite eine Whitelist aller Anbieter, denen sie eine Erlaubnis erteilt hat. Der Snapshot vom 2. Oktober 2026 listet 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, einige davon zusätzlich mit Pferdewetten. Wer auf der Whitelist steht, darf in Deutschland Sportwetten veranstalten und an deutsche Kunden vermitteln; wer fehlt, hat in Deutschland keine Erlaubnis – auch wenn die Seite eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum vorzeigt.

Woran ist der beste Anbieter erkennbar, wenn Quoten, Bedingungen und Auszahlung zusammen betrachtet werden?

Ein „bester“ Anbieter hängt davon ab, was der einzelne Spieler wettet. Wer Standard-Fußball wettet, schaut auf die Marge: Eine Auszahlungsquote von 95 % oder mehr bei Hauptmärkten ist gut, alles unter 92 % kostet. Wer Live-Wetten wichtig nimmt, prüft, ob Cash-out verfügbar ist und welche Märkte ausgeschlossen sind. Wer einen Bonus nutzt, liest die Umsatzbedingungen: niedrige Faktoren, moderate Mindestquoten, faire Fristen. Ein Anbieter, der in allen drei Punkten solide abschneidet, gehört zur engeren Auswahl – ein einzelnes Highlight allein macht noch keinen Testsieger.

Welcher Anbieter bietet Cash-out, und ist diese Funktion gesetzlich geregelt?

Cash-out ist eine Funktion des Anbieters, keine gesetzliche Regelung. Der Glücksspielstaatsvertrag schreibt sie nicht vor und verbietet sie nicht; jeder Anbieter entscheidet selbst, ob und auf welchen Märkten er sie anbietet. Bei den meisten hier genannten Anbietern ist Cash-out verfügbar – auf Hauptmärkten wie Fußball, Tennis und Basketball, oft eingeschränkt bei Spezialwetten oder Kombiwetten. Wer Cash-out nutzt, akzeptiert im Schnitt eine höhere Marge auf diesen Märkten, weil der Anbieter das Risiko der vorzeitigen Auszahlung einkalkuliert.

Was ist von Anbietern ohne OASIS oder LUGAS zu halten, die ohne Verifizierung werben?

Anbieter ohne OASIS und LUGAS sind Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Sie sind in Deutschland nicht zugelassen und unterliegen nicht den deutschen Spielerschutzregeln – kein Einzahlungslimit, keine Sperrdatei, keine Verifizierung. Was auf den ersten Blick nach mehr Freiheit aussieht, ist im Ernstfall das Fehlen jeden Schutzes: keine Auszahlungsgarantie bei Kontoschließung, kein deutscher Rechtsschutz bei Streit, keine Sperre, wenn das Spielen außer Kontrolle gerät. Die GGL warnt Verbraucher ausdrücklich vor solchen Angeboten. Wer einen Anbieter ohne OASIS nutzt, hat möglicherweise Anspruch auf Rückzahlung verlorener Einsätze – was der Bundesgerichtshof gerade dem EuGH vorgelegt hat –, aber sicher ist das nicht.

Wie wirken Sportwettensteuer und Marge auf Quote und Auszahlung bei verschiedenen Anbietern?

Die Sportwettensteuer von effektiv 5,03 % wird vom Veranstalter der Wette an das Finanzamt abgeführt – nicht vom Spieler. Was der Anbieter daraus macht, ist seine Sache: Senkung der Quote, Senkung des Gewinns oder Selbsttragen. Wer dieselbe Wette bei verschiedenen Anbietern vergleicht, schaut nicht nur auf die Quote, sondern auch darauf, wie die Steuer weitergereicht wird. Dazu kommt die Marge, die in jeder Quote steckt – zwischen 4 % und 8 % bei Hauptmärkten, mehr bei Spezialwetten. Zusammengenommen heißt das: Eine 2,00er Quote kann effektiv 1,85 wert sein, wenn Anbieter Steuer und Marge weitergibt. Wer rechnet, vergleicht die tatsächliche Auszahlung am Gewinn, nicht die nominelle Quote.

Welche Umsatzbedingungen und Mindestquote gelten bei einem Bonus, und wer legt sie fest?

Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist und zugelassene Märkte legt jeder Anbieter selbst fest. Der Glücksspielstaatsvertrag macht keine Vorgaben. In der Praxis heißt das: fünf- bis zehnfacher Umsatz des Bonus, Mindestquoten zwischen 1,50 und 2,00, Fristen zwischen 30 und 90 Tagen. Wer einen Bonus annimmt, sollte vor der Annahme prüfen, ob die Bedingungen zur eigenen Wettweise passen – wer hauptsächlich Einzelwetten auf Favoriten setzt, kommt mit niedrigen Mindestquoten zurecht; wer Kombiwetten präferiert, achtet auf deren Behandlung. Kombinationen zählen oft stärker, schließen sich aber bei manchen Aktionen aus.

Inhalt erstellt vom Team «pokalwetteninfo»