Wer beim Davis Cup 2026 die Quoten macht
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Stand: Oktober 17, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe des Mannschaftswettbewerbs und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Acht Nationen stehen im Final 8, das Finale wird Ende November ausgespielt. Wer auf diese Begegnungen wetten will, kann das in Deutschland nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis tun. Die Liste dieser Erlaubnisinhaber führt die GGL auf ihrer Whitelist – sie ist die einzige verlässliche Quelle, um einen Anbieter als legal einzuordnen.
„Bester Davis-Cup-Wettanbieter“ lässt sich deshalb nicht in einem Satz beantworten. Es ist ein Vergleich von zehn Marken, die alle eine deutsche Erlaubnis besitzen, sich aber in Tennisangebot, Quotenhöhe, Bonusbedingungen und Zahlungswegen unterscheiden. Was sie eint, ist der rechtliche Rahmen: Einzahlungslimit, OASIS-Sperrdatei, Verifizierung, Wettsteuer. Was sie trennt, ist die Frage, was ein Angebot den Leser tatsächlich kostet.
Dieser Vergleich geht die Frage konsequent aus der Kostenperspektive an. Was nimmt ein Anbieter pro 100 € Einsatz durch die Marge weg? Was kostet ein Bonus, bis er ausgezahlt ist? Was nimmt die Wettsteuer von einer Quote, und bei wem bleibt sie beim Buchmacher liegen? Die Antworten stehen in den Abschnitten, die folgen.
Spielplan, Format und Qualifikation beim Davis Cup 2026
Wann, wo, welche Runden
Der Davis Cup wird vom Weltverband ITF veranstaltet, die erste Austragung war 1900 in Boston zwischen den USA und Großbritannien. Heute ist der Wettbewerb ein Mannschaftsturnier, das über das Jahr in mehreren Runden verteilt läuft. Die Qualifikationsrunden entscheiden, welche acht Nationen am Final 8 teilnehmen.

Die erste Qualifikationsrunde 2026 lief vom 5. bis 8. Februar, die zweite Qualifikationsrunde vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 qualifiziert sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien. Italien ist als Titelverteidiger automatisch als Gastgeber gesetzt. Die Begegnungen der Finalrunde werden im November 2026 ausgetragen.
Format und was es für Wetten bedeutet
Eine reguläre Davis-Cup-Begegnung wird an zwei Tagen ausgetragen. Pro Tag finden bis zu zwei Einzel statt, dazu kommt am zweiten Tag ein Doppel. Gespielt wird im Best-of-Three, also zwei Gewinnsätze pro Partie. Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien – ein 3:0 am Samstag bedeutet, dass das Doppel am Sonntag nicht mehr stattfindet.
Im Final-Turnier, also dem Final 8, gilt ein verkürzter Modus: Pro Begegnung werden nur zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel gespielt. Auch hier wird im Best-of-Three entschieden. Die kürzere Form bedeutet für Wettfreunde, dass sich Quoten auf das Doppel seltener anbieten als in den Qualifikationsrunden.
Die Spielreihenfolge – erstes Einzel, zweites Einzel, Doppel, falls nötig drittes und viertes Einzel – schlägt direkt auf die Wettmärkte durch. Wer auf ein einzelnes Match wettet, kann die Mannschaftsaufstellung abwarten, weil sie oft erst am Spieltag veröffentlicht wird. Wer auf den Gesamtausgang des Länderduells wettet, sollte wissen, dass eine Aufgabe vor dem Doppel den Doppel-Markt wertlos macht.
Reichweite des Wettbewerbs
Am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157 tatsächlich spielten. Der Davis Cup 2025 endete mit einem 2:0-Sieg Italiens über Spanien im Finale von Bologna. Rekordsieger sind die Vereinigten Staaten mit 32 Titeln vor Australien mit 28 Titeln, von denen vier unter der Flagge Australasiens gewonnen wurden. Diese Statistik ist mehr als Historie: Sie bildet die Hintergrundfolie für jede Wette auf einen Favoriten – Italien als Titelverteidiger zu spielen, hat ein anderes Risikoprofil als eine Wette auf die USA gegen einen Außenseiter.
Rechtslage: Was in Deutschland erlaubt ist und was nicht
Die Whitelist der GGL
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) ist die zentrale Aufsichtsbehörde für Sportwetten in Deutschland. Sie vergibt die Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 GlüStV 2021 und führt die offizielle Whitelist gemäß § 9 Abs. 8. Stand der Liste: 2. Oktober 2026, mit 30 Einträgen, davon 27 Inhaber einer Sportwetten-Erlaubnis.

Eine deutsche Domain allein beweist nichts. Was zählt, ist der Eintrag auf der Whitelist. Dort ist für jeden Anbieter der permit holder, also die operative Gesellschaft, mit Sitz und dem Datum der Ersterlaubnis sowie der Folgeerlaubnis verzeichnet. Eine Ersterlaubnis läuft fünf Jahre, die Whitelist zeigt aber nur Ausstellungsdaten, kein Enddatum. Das bedeutet: Wer prüfen will, ob ein Anbieter aktuell erlaubt ist, schaut auf die Whitelist der GGL.
Wer bei einem nicht gelisteten Anbieter wettet, nimmt an unerlaubtem Glücksspiel teil. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor illegalen Angeboten gewarnt, namentlich vor Plattformen wie Platincasino. Die Aufsichtsbehörde kann Verbotsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzsperren anordnen, und in mehreren zivilgerichtlichen Verfahren haben Gerichte Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verlorener Einsätze verurteilt.
Der laufende Tipico-Fall vor dem EuGH
Die Frage, ob Spieler verlorene Einsätze von Anbietern ohne deutsche Erlaubnis zurückfordern können, ist höchstrichterlich noch offen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die europäische Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € aus Verlusten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.
Am 19. März 2026 hat der EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24) formuliert, dass eine Rückzahlungspflicht grundsätzlich möglich sei, sofern die Behörden die Lizenzpflicht nicht ausgesetzt haben. Was der EuGH selbst entscheidet, ist noch offen. Wer sich auf eine solche Klage verlässt, sollte wissen, dass weder ein Urteil noch eine konkrete Auszahlung garantiert sind.
Was in Deutschland live gewettet werden darf
Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf Komponenten erlaubt, die in dieser Sportart selten vorkommen. Beim Fußball ist „nächstes Tor“ erlaubt, beim Tennis „nächster Satz“ – nicht „nächster Punkt“, nicht „nächster Aufschlag“. Der Grund: Punkte fallen im Tennis in schneller Folge, ein entsprechender Markt wäre manipulationsanfällig.
Für den Davis Cup heißt das: Vor dem Spiel ist die Wette auf den Sieger des Matches, den Sieger der Partie, den Sieger des Doppels oder den Sieger des Gesamtduells zulässig. Während des Spiels ist eine Live-Wette auf das Endergebnis oder auf den nächsten Satz erlaubt, nicht jedoch auf den nächsten Punkt. Was Anbieter in ihrer App an Live-Märkten anzeigen, ist nicht alles, was nach deutschem Recht abgeschlossen werden darf.
Was sonst nicht erlaubt ist
Nicht erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen – in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga dazu. Auch Wetten, die manipulationsanfällig sind, Wetten auf Regelverstöße und Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind ausgeschlossen. Esports ist nach Lesart der GGL kein Sport, Wetten darauf sind in Deutschland nicht zulässig. Über virtuelle Sportarten schweigt der Gesetzgeber – hier schweigt die Seite ebenfalls.
Spielerschutz: Die Regeln, die für jeden Anbieter gelten
Einzahlungslimit und Anbieterwechsel
Spielerinnen und Spieler dürfen in Deutschland pro Monat standardmäßig 1.000 € einzahlen, und zwar über alle Anbieter hinweg. Das Limit wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, also über die Aktivitätsdatei und die Limitdatei der GGL. Wer ein höheres Limit will, muss dem Anbieter nachweisen, dass er wirtschaftlich dazu in der Lage ist – eine Selbsterklärung reicht nicht. Bis 10.000 € pro Monat ist eine individuelle Anhebung möglich, zwischen 10.000 und 30.000 € höchstens für ein Prozent der aktiven Kundinnen und Kunden eines Anbieters. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Vor der Verifizierung – also vor Vorlage eines Ausweisdokuments – darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spielbetrieb mit einem 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlung erlauben. Wer ernsthaft wettet, kommt an der Verifizierung nicht vorbei.
OASIS, Panikbutton und Parallelspiel
OASIS ist die zentrale Sperrdatei für Spielerinnen und Spieler. Bei Registrierung und bei jedem Login wird geprüft, ob eine Sperre vorliegt. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst sofort eine 24-Stunden-Sperre aus – gedacht für den Moment, in dem die Disposition kippt. Parallelspiel, also Wetten bei mehreren Anbietern gleichzeitig, ist nach § 6h GlüStV verboten und wird über die LUGAS-Aktivitätsdatei kontrolliert.
Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis wettet, ist an keines dieser Systeme angeschlossen: kein OASIS, keine LUGAS, kein Panikbutton, kein Grenzwert. Das ist der eine zentrale Unterschied, der abseits aller Quoten zählt.
Bonus, Quote und Wettsteuer: Was ein Angebot den Leser kostet
Wie Buchmacher Geld verdienen – die Marge
Jede Wettquote enthält einen Abschlag, der dem Buchmacher zufällt. Diese Marge ist die Differenz zwischen 100 % und dem, was ein Markt an alle Spieler zusammen auszahlt. Mathematisch ist die Auszahlungsquote eines Marktes 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + …). Bei einer Zwei-Wege-Wette mit beiden Quoten bei 1,90 ergibt sich:
1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500.
Die Auszahlungsquote beträgt 95,0 %, die Marge entsprechend 5,0 %. Bei 100 € Einsatz zahlt der Markt im Schnitt 95 € zurück, 5 € bleiben beim Buchmacher. Das ist ein typischer Wert für Zwei-Wege-Märkte – wer die Quoten anhebt auf 1,95/1,95, hebt die Auszahlungsquote auf 95,1 %, die Marge sinkt auf 4,9 %.
Diese 5 % sind kein Argument gegen Wetten, aber sie zeigen, was ein Vergleich von Quoten tatsächlich leistet: Wer konsequent auf die niedrigere Marge setzt, behält mehr von seinem Einsatz. Die Marge ist allerdings nur eines von mehreren Elementen, die ein Angebot den Leser kosten.
Bonus: Warum die Höhe nicht die Frage ist
Ein Willkommensbonus von 100 % bis 100 € klingt nach geschenktem Geld. Tatsächlich ist er ein Umsatzgeschäft: Der Bonusbetrag muss mehrfach zu einer Mindestquote umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein 100 € Bonus mit 5-facher Umsetzung und Mindestquote 1,80 verlangt 500 € Einsatz, der vollständig aus eigener Tasche kommt.
Dazu kommt die Wettsteuer: Wer den Bonus freispielen will, zahlt auf jeden Umsatz die Steuer mit. Bei 5,03 % effektivem Steuersatz sind das auf 500 € Umsatz etwa 25 € zusätzlich. Die Marge des Marktes, in dem umgesetzt wird, kommt noch oben drauf. Wer die geforderten 500 € auf eine Quote von 1,90 setzt, lässt rund 25 € als implizite Marge liegen.
Die Kosten eines Bonus sind also nie die Bonussumme. Sie sind die Summe aus eigenem Umsatz, der Wettsteuer und der Marge der Märkte, in denen der Umsatz stattfindet. Wer 100 € Bonus annimmt, setzt faktisch 500 € plus Steuer plus Marge um. Welche Marge genau anliegt, hängt vom Anbieter und vom Markt ab.
Kombiwetten und das Multiplikator-Risiko
Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Begegnungen. Aus drei Quoten von 1,80, 1,90 und 1,70 wird 1,80 × 1,90 × 1,70 = 5,81. Die Auszahlungsquote der Einzelmärkte bleibt unverändert, aber die kombinierte Marge ist höher, weil sich die einzelnen Margen multiplizieren. Konkret: Drei Märkte mit je 5 % Marge ergeben zusammen etwa 14,3 % Marge auf das Gesamtticket.
Das ist der Mechanismus, der Kombiwetten für Anbieter profitabel macht. Für den Spieler ist eine Kombiwette dann sinnvoll, wenn die Einzelquoten ohnehin niedrig sind und das Risiko mehrerer falscher Tipps durch eine hohe Auszahlung aufgewogen wird – oder wenn man den Ausgang mehrerer Davis-Cup-Partien ohnehin für wahrscheinlich hält.
Anbieter im Vergleich: Wer wo wie abrechnet
Tipwin – Partner im deutschen Sport
Tipwin ist seit 9. Oktober 2020 auf der GGL-Whitelist, die Folgeerlaubnis wurde zuletzt am 9. Januar 2024 erteilt. Gehalten wird die Erlaubnis von der Tipwin Limited, die deutsche Marke Tipwin ist im Whitelist-Eintrag verzeichnet. Die Marke ist über den Tennissport hinaus sichtbar: Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft wurde bis Ende 2026 verlängert. Für Davis-Cup-Wetten bedeutet das: Ein Anbieter mit deutscher Verankerung, dessen Sportwetten-Schwerpunkt im deutschen Markt liegt.
Die Frage, was ein „bester Davis-Cup-Wettanbieter“ bei Tipwin bedeutet, hängt vom Spielplan ab. Ist die deutsche Mannschaft im Spiel, zieht das Wettvolumen an – und die Quoten passen sich an. Wer auf ein deutsches Länderduell setzen will, sollte bei Tipwin die Quotenbewegungen beobachten, weil hier einheimische Kundschaft überproportional wettet.
bwin – quotenstark bei großen Turnieren
Bwin gehört zu den etablierten Marken im deutschen Sportwettenmarkt. Die Whitelist führt die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, als Erlaubnisinhaberin, erste Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Die deutsche Marke bwin ist der einzige Eintrag, an den der deutsche Sportwetten-Anspruch geknüpft ist.
Bwin wirbt traditionell mit hohen Quoten bei großen Sportevents. Der Davis Cup 2026 ist kein Grand Slam, aber für ein deutsches Publikum durch die deutsche Beteiligung am Final 8 ein relevantes Turnier. Wer auf bwin setzt, sollte die Quoten auf die deutsche Mannschaft kurz vor dem Spiel beobachten – Bwin gehört zu den Anbietern, die bei hohem Volumen spät anpassen.
Was die Wettsteuer angeht, hat Bwin in der Vergangenheit einen Teil selbst getragen. Wie der Anbieter die Steuer im Tennis konkret handhabt, steht in den AGB und sollte vor einer größeren Wette geprüft werden.
bet-at-home – verlässlicher Allrounder
Bet-at-home gehört zu den Anbietern, die früh eine deutsche Erlaubnis erhalten haben. Auf der Whitelist ist die Bet-at-home.com Internet Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Zusätzlich ist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 28. Dezember 2022 eingetragen – die gilt für Casino, nicht fürs Wettprogramm.
Bet-at-home ist ein klassischer Allrounder: Tennis im Programm, Davis Cup abgedeckt, Quotenniveau solide, aber nicht auffällig hoch. Wer einen Anbieter sucht, der seit Jahren stabil auf der Whitelist steht, ohne spektakuläre Werbung, ist hier richtig. Der Reiz liegt weniger in einer einzelnen Quote als in der Verlässlichkeit der Plattform.
888sport – die Marke aus dem Casino-Konzern
Die 888 Germany Limited hält die Erlaubnis für 888sport, erste Erlaubnis 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022. Die Muttergesellschaft, die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, ist seit September 2005 an der Londoner Börse notiert. 888sport ist die Sportwettensäule eines Konzerns, der vor allem aus dem Online-Casino bekannt ist.
Für Davis-Cup-Wetten bedeutet das: ein etablierter Anbieter, dessen Tennismärkte vollständig abgedeckt sind, dessen Quotenniveau aber nicht aus der Sportwetten-DNA kommt. Wer einen Anbieter mit Casino-Hintergrund wählt, sollte auf das Wettprogramm und nicht auf Bonusaktionen achten – die sind im Sportwetten-Bereich oft zurückhaltender als in der Casino-Schwester.
Betano – Live-Streams und Bet Builder
Betano gehört zur griechisch-portugiesischen Kaizen-Gruppe. Auf der Whitelist ist die Betkick Sportsbetting Limited geführt, erste Erlaubnis 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wirbt mit Bet Builder (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streams unter anderem von Grand-Slam-Turnieren, LaLiga und NBA.
Was Betano für den Davis Cup interessant macht, ist die Kombination aus Live-Streams und Bet Builder. Wer auf das Final 8 wettet, kann ausgewählte Partien im Kundenkonto verfolgen und parallel Märkte kombinieren. Allerdings: Auch bei Betano gilt die deutsche Live-Wetten-Regel, also keine Wetten auf den nächsten Punkt. Was die App an Live-Märkten anzeigt, ist nicht alles zulässig.
ODDSET – der Anbieter der Lotto-Gesellschaften
ODDSET wird von der ODDSET Sportwetten GmbH betrieben, einer Tochter der deutschen Lotto-Gesellschaften. Das Regierungspräsidium Darmstadt hat die Erlaubnis am 15. Dezember 2022 erteilt, die Aufsicht führt die GGL in Halle. Erste Whitelist-Erlaubnis war 18. November 2020, die Folgeerlaubnis wurde am 15. Dezember 2022 erteilt.
ODDSET ist im deutschen Markt verankert wie kaum ein anderer Anbieter, mit Vertrieb über Toto-Lotto-Annahmestellen und einer überschaubaren Online-Plattform. Für Davis-Cup-Wetten heißt das: solide Quoten, kleines Wettprogramm, dafür aber ein Anbieter, der den deutschen Buchmacher-Konsumenten seit Jahrzehnten vertraut ist. Wer ein ruhiges Wettkonto ohne überbordende Features sucht, ist hier richtig.
NEO.bet – die neuere deutsche Marke
Die Greenvest Betting Limited hält die Erlaubnis für NEO.bet, erste Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 22. Dezember 2022. NEO.bet ist eine Marke, die früh den deutschen Markt adressiert hat und mit einem klaren Fokus auf Sportwetten operiert. Die Tennisabdeckung ist im Programm, Davis-Cup-Begegnungen sind quotiert.
NEO.bet richtet sich an Wettende, die eine moderne Plattform mit klarer Struktur suchen. Quotenhöhe ist kein Alleinstellungsmerkmal, aber im Rahmen. Wer die Davis-Cup-Partien auf einer unaufgeregten Oberfläche verfolgen will, findet hier ein passendes Angebot.
Betway – Cash Out und Konfigurator
Betway gehört zur britischen Betway-Gruppe, auf der Whitelist ist die Betway Limited mit Sitz in Malta geführt, erste Erlaubnis 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022. Die App wirbt mit Cash Out – ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“ zeigt an, ob eine Wette auszahlbar ist – und mit einem Wettkonfigurator für Fußball, der Konfigurator+, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Für den Davis Cup ist Betway vor allem wegen Cash Out relevant. Wer eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells absichern will, kann das hier tun. Was die Quote angeht, positioniert sich Betway im Mittelfeld – nicht die höchsten Quoten, aber ein vollständiges Tennisangebot.
Tipico – die deutsche Standardreferenz
Die Tipico Co. Limited hält die Erlaubnis für Tipico, erste Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022. Tipico ist im deutschen Markt so präsent, dass die Marke oft als Referenz dient, wenn von Sportwetten die Rede ist. Die App wirbt mit „Tipico Cashout“ und Live-Wetten, auch während laufender Spiele.
Was Tipico für den Davis Cup ausmacht, ist die Marktdurchdringung: Viele deutsche Wettende haben ein Konto, die Quotenbewegungen bei deutscher Beteiligung sind hier spürbar. Allerdings läuft vor dem EuGH noch das Verfahren zur Rückzahlung alter Einsätze – weder ein Urteil noch eine Auszahlung sind garantiert. Die Whitelist-Erlaubnis bleibt davon unberührt.
LeoVegas – die jüngste Erlaubnis im Feld
Die LVSports Limited hält die Erlaubnis für LeoVegas, erste Erlaubnis 21. Oktober 2024. Damit ist LeoVegas der Anbieter im Feld mit der jüngsten Erlaubnis – und mit dem kürzesten Track Record unter deutscher Lizenz. Zusätzlich ist eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit 27. Februar 2023 eingetragen.
LeoVegas ist vor allem aus dem Online-Casino bekannt. Die Sportwetten-Säule ist jünger und kleiner als bei den etablierten Wettanbietern. Für den Davis Cup heißt das: Tennis ist im Programm, aber die Tiefe der Märkte ist begrenzter als bei einem spezialisierten Sportwetten-Anbieter. Wer LeoVegas wählt, weil das Casino-Konto dort schon besteht, sollte das Wettprogramm separat prüfen, bevor er größere Summen auf Davis-Cup-Partien setzt.
Was die zehn Anbieter trennt – und was sie eint
Einordnung nach Whitelist-Status und Erlaubnisalter
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status | Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Tipwin | Whitelist-Eintrag aktiv | Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Whitelist-Eintrag aktiv | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Whitelist-Eintrag aktiv | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| 888sport | Whitelist-Eintrag aktiv | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Whitelist-Eintrag aktiv | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| ODDSET | Whitelist-Eintrag aktiv | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Whitelist-Eintrag aktiv | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Whitelist-Eintrag aktiv | Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipico | Whitelist-Eintrag aktiv | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Whitelist-Eintrag aktiv | LVSports Limited | 21.10.2024 |
Diese Tabelle zeigt nicht, wer „besser“ wettet, sondern wer überhaupt eine deutsche Erlaubnis besitzt. Der Whitelist-Stand ist 2. Oktober 2026 – ältere Whitelist-Schnappschüsse können abweichen. Wer prüft, ob ein Anbieter heute noch erlaubt ist, geht auf die Whitelist-Seite der GGL, nicht auf die Marketingseite des Anbieters.
Was die Tabelle nicht zeigt
Die Tabelle enthält keine Quote, keinen Bonus und keine Wettsteuer-Regel. Das sind Punkte, die jeder Anbieter in seinen AGB regelt und die sich kurzfristig ändern. Wer auf den Davis Cup 2026 wetten will, liest die AGB des Anbieters, an den er denkt – insbesondere zur Frage, ob die Wettsteuer vom Einsatz, vom Gewinn oder gar nicht abgezogen wird.
Der eine Anbieter, der die Rechnung schlägt
Wer konsequent auf den niedrigsten Steuersatz und die höchste Quote setzt, wechselt vor jeder Wette den Anbieter. Wer ein stabiles Konto mit einer Marke bevorzugt, akzeptiert eine leicht höhere Marge. Beide Strategien sind rational, keine ist per se überlegen. Die Frage ist, ob der Aufwand des Anbieterwechsels den marginalen Quotenunterschied aufwiegt – und das hängt vom eigenen Wettvolumen ab.
Häufige Fragen zum Davis Cup 2026 und zu Wetten in Deutschland
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?
Der Davis Cup 2026 ist die 114. Ausgabe und läuft vom 5. Februar bis 29. November 2026. Die erste Qualifikationsrunde wurde vom 5. bis 8. Februar 2026 ausgetragen, die zweite vom 18. bis 20. September 2026. Für das Final 8 qualifiziert sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien; Italien ist als Titelverteidiger automatisch als Gastgeber gesetzt. Die Finalrunde wird im November 2026 ausgespielt.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Eine Wette auf den Gesamtausgang eines Länderduells wird ausgewertet, sobald das Ergebnis nach offiziellem Ende feststeht. Ist die Entscheidung nach drei Siegen gefallen, wird die Wette abgerechnet; ausstehende Partien – etwa das Doppel bei einem 3:0 – werden nicht gewertet. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende der Begegnung, nicht während des Spiels. Bei Wetten auf Einzelspiele gilt das Ende der jeweiligen Partie als Auswertungszeitpunkt.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Ein Anbieter ist in Deutschland erlaubt, wenn er auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geführt wird. Die Whitelist enthält den Permit holder, also die operative Gesellschaft, das Datum der Ersterlaubnis und der Folgeerlaubnis. Eine deutsche Domain reicht als Nachweis nicht aus. Die GGL veröffentlicht die Liste auf ihrer offiziellen Seite; die dort eingetragenen Domains sind die einzigen, an denen deutsche Sportwetten legal abgeschlossen werden können.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum sind Wetten auf den nächsten Punkt ausgeschlossen?
Live-Wetten auf Tennis sind in Deutschland nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur auf das Endergebnis oder auf seltene Komponenten erlaubt. „Nächster Satz“ ist erlaubt, weil Sätze im Tennis seltene Ereignisse sind. „Nächster Punkt“ ist ausgeschlossen, weil Punkte in schneller Folge fallen und der Markt manipulationsanfällig wäre. Was Anbieter in der App als Live-Märkte anzeigen, ist nicht alles zulässig; im Zweifel entscheidet die deutsche Regulierung, nicht die App-Oberfläche.
Was bedeutet die Marge des Buchmachers, wenn Quoten bei Länderduellen verglichen werden, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem Euro Einsatz einbehält. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1,90/1,90 liegt die Marge bei rund 5,0 % – der Markt zahlt 95,0 % des Einsatzes zurück. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus Steuer“, also rund 5,03 % des Einsatzes. Sie wird vom Veranstalter geschuldet, kann aber vom Anbieter auf den Kunden umgelegt werden – ob und wie, steht in dessen AGB. Marge und Steuer sind zwei verschiedene Abschläge, die beide auf den Einsatz wirken.
Was unterscheidet beim Anbietervergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen eines Bonus von der Höhe der Bonussumme?
Die Bonussumme ist der Betrag, den der Anbieter verspricht. Die Mindestquote ist die niedrigste Quote, zu der einzelne Wetten gewertet werden, um den Bonus freizuspielen. Die Umsatzbedingung ist der Faktor, mit dem Bonus – oder Bonus plus Einzahlung – umgesetzt werden muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Ein 100 € Bonus mit 5-facher Umsetzung und Mindestquote 1,80 verlangt 500 € Einsatz, vollständig aus eigener Tasche. Die Marge der Märkte, in denen umgesetzt wird, kommt als versteckter Kostenfaktor dazu. Die Bonussumme ist sichtbar, die Kosten sind es nicht.
Wettsteuer: 5,3 % – aber von welcher Basis?
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16 bis 25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % und wird auf der Basis „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ berechnet. Bei 100 € Einsatz sind das 100 / 1,053 ≈ 94,97 €, davon 5,3 % = 5,03 € Steuer. Der effektive Steuersatz ist also nicht 5,3 % vom Einsatz, sondern rund 5,03 %.
Die Steuer wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Spieler. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet jeder Anbieter selbst. Es gibt drei Modelle: Der Anbieter zieht die Steuer vom Einsatz ab, der Anbieter zieht sie vom Gewinn ab, oder der Anbieter trägt sie selbst und wirbt damit. Welches Modell greift, steht in den AGB des Anbieters – und genau dort, nicht in der Werbung, sollte man es nachlesen.
Die Faustregel: Wer „0 % Wettsteuer“ liest, liest in der Regel Werbung. Die Steuer fällt bei jedem Anbieter in Deutschland an; wer sie trägt, ist Verhandlungssache. Wer „5,3 % Wettsteuer“ liest, liest oft eine Vereinfachung – die korrekte Basis ist Einsatz minus Steuer.
Tennis – pokalwetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «pokalwetteninfo»
