Volleyball online wetten – Quote, Regel und Anbieter im Blick
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Wer auf Volleyball setzen will, trifft zuerst auf eine Eigenheit des deutschen Marktes: Die Wettanbieter entscheiden selbst, welche Ligen sie ins Programm nehmen – und der gemeinsame Rahmen der Aufsicht sorgt dafür, dass nur Anbieter mit Erlaubnis überhaupt mitspielen dürfen. Der Rest – Quote, Markt, Spielplan, Bonus – ist Detailarbeit, die sich am ehesten erschließt, wenn man Regel, Liga und Live-Form separat betrachtet.

Stand: Oktober 17, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand 2. Oktober 2026.
Was eine Volleyball-Prognose leisten kann – und was nicht
Eine Volleyball-Prognose wägt mehrere Bausteine ab: die Form der Mannschaft über die letzten Spiele, die Aufschlag- und Angriffsstärke, Verletzungen oder Sperren, der direkte Vergleich und der Heimvorteil. Dazu kommen taktische Details, die im Volleyball schwerer wiegen als in vielen anderen Sportarten: Wie stabil ist die Annahme, wer wechselt im Tiebreak, wie sieht die Annahmequote bei eigenem Aufschlag aus. Wer das alles in eine Zahl pressen will, landet am Ende bei einer Wahrscheinlichkeit, die mit der angebotenen Quote verglichen wird – und genau das nennen Buchmacher und Tippspiel-Szene eine Value-Wette: eine Quote, die aus der eigenen Einschätzung heraus mehr auszahlt, als sie statistisch sollte.

Drei Punkte trennen eine belastbare Einschätzung von einer Behauptung:
Form und Personal sind halbwegs objektiv prüfbar, Heimvorteil im Volleyball ist real, aber kleiner als in Hallensportarten mit vielen Zuschauern. Der Rest ist Lesart. Wer eine Quote sieht und sie „falsch“ findet, hat eine Hypothese, kein Wissen. Genau deshalb bleibt jede Prognose eine Wahrscheinlichkeit mit Fehlerband, und genau deshalb helfen ausgerechnete Quotenvergleiche mehr als Tipps aus dem Bauch.
Wer das ernst nimmt, achtet auf die Marge des Marktes, nicht auf eine einzelne Quote. Eine Quote von 1,85 auf den Heimsieg sieht attraktiv aus; die Gegenquote von 1,95 auf den Auswärtssieg beim selben Buchmacher erzählt mehr, weil beide zusammen die Auszahlungsquote des Marktes ergeben – und damit den Anteil, den das Haus einbehält. Mehr zu dieser Rechnung im Abschnitt zur Satzmärkten-Marge.
Eine Volleyball-Prognose unterscheidet sich strukturell von einer Fußball-Prognose: Sätze sind kurz, das Momentum kippt schnell, ein verlorener erster Satz bedeutet noch nichts. Gerade bei Live-Wetten verschiebt sich die faire Quote nach wenigen Spielzügen, weil die Heimmannschaft in einen Rückstand gerät, der Angriffsaufbau aber intakt bleibt. Wer in Echtzeit setzt, sollte das einkalkulieren, statt auf den ersten Impuls zu reagieren.
Trotzdem: Eine Prognose ist eine Schätzung. Wer das vergisst, zahlt am Ende den Preis, den die Marge ohnehin eingepreist hat.
Volleyball-Regeln, die Quoten erst lesbar machen
Wer Volleyballquoten bewerten will, muss die Spielstruktur kennen – sie unterscheidet sich von den meisten anderen Ballsportarten.

Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Mannschaft 25 Punkte erreicht und gleichzeitig mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Steht es 24:24, wird verlängert, bis eine Mannschaft zwei Punkte voraus liegt – mindestens also 26:24. Ein Spiel entscheidet, wer drei Sätze holt („Best of five“); der mögliche fünfte Satz ist ein Tiebreak bis 15 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Beim Seitenwechsel im Tiebreak nach acht Punkten sorgt dafür, dass kein Team den Aufschlag-Vorteil über die ganze Schlussphase behält.
Seit 1999 gilt im Volleyball das Rally-Point-System: Jede Mannschaft, die einen Spielzug gewinnt, erhält einen Punkt – unabhängig davon, wer aufschlägt. Vorher konnte nur die annehmende Mannschaft einen Punkt erzielen, was zu langen Aufschlagserien führte. Das Rally-Point-System hat das Spiel schneller und die Wetten auf Satzergebnisse liquider gemacht, weil ein „0:2-Rückstand“ nach Sätzen heute weniger entscheidend ist als früher.
Sechs Spieler pro Mannschaft stehen auf dem Feld, das Netz hängt bei Männern auf 2,43 m, bei Frauen auf 2,24 m, im Mixed auf 2,35 m. Diese Zahlen wirken sperrig, entscheiden aber, wie ein Angriffsspiel aufgebaut wird und wie viel Raum ein Block hat. Wer Quoten für Satzergebnisse vergleicht, sieht oft einen leichten Favoritenaufschlag bei Heimspielen – und einen größeren bei Spielen mit eindeutigem Klassenunterschied, etwa Bundesliga-Spitzenreiter gegen Aufsteiger.
In Europapokal-Wettbewerben gibt es eine Besonderheit: Steht es nach Hin- und Rückspiel 1:1 nach Siegen, wird ein „Golden Set“ gespielt – ein einzelner Tiebreak-Satz, der die Partie entscheidet. Buchmacher, die Europapokal-Volleyball im Programm haben, bieten diesen Satz in der Regel als separates Siegerwetten-Markt an; die Quote liegt oft nahe an 1,90/1,90, weil die Ausgangslage nach zwei Spielen tatsächlich offen ist.
Welche Märkte Volleyball-Wetter tatsächlich finden
Die Wettanbieter in Deutschland unterscheiden sich weniger in den Standardmärkten als in der Tiefe des Angebots. Drei Markttypen kehren überall wieder, zwei sind speziell.
Der Sieger-Markt ist die Grundform: Wer gewinnt das Spiel? Bei einem Best-of-five gibt es drei mögliche Ergebnisse – Heimsieg, Auswärtssieg, und falls der Buchmacher es anbietet, ein Unentschieden nach Sätzen (selten, weil ein Volleyballspiel fast immer mit 3:0, 3:1 oder 3:2 endet). Die Quoten auf den Spielausgang streuen je nach Kräfteverhältnis; bei einem klaren Favoriten liegt die Siegquote bei 1,20 bis 1,35, beim Außenseiter bei 2,60 bis 3,50. Buchmacher kalkulieren hier ihren Sicherheitsaufschlag ein, der sich am deutlichsten im Unentschieden-Segment zeigt – Volleyball endet selten 2:2 nach Sätzen, weshalb das Unentschieden im klassischen 1X2-Markt weniger quotiert wird als im Fußball.
Satzwetten sind volleyballspezifisch. Wer auf das exakte Satzergebnis wettet (3:0, 3:1, 3:2, 2:3, 1:3, 0:3), bekommt je nach Konstellation sehr unterschiedliche Quoten. Ein 3:0 des Favoriten liegt oft bei 1,80 bis 2,10; ein 2:3 des Außenseiters, also ein enges Spiel mit Auswärtssieg, kann über 4,00 gehen. Dieser Markt eignet sich für Spieler, die ein bestimmtes Spielbild erwarten – etwa eine starke Annahme des Favoriten, die das Spiel früh in eine Richtung lenkt.
Handicap-Wetten gleichen Kräfteunterschiede aus. Üblich ist ein Satz-Handicap (+1,5 oder −1,5): Wer dem Favoriten −1,5 gibt, wettet darauf, dass dieser das Spiel mit 3:0 oder 3:1 gewinnt; wer dem Außenseiter +1,5 gibt, wettet auf einen Satzverlust, der im Volleyball normal ist. Diese Märkte haben in der Bundesliga und in Europapokal-Spielen die größte Tiefe.
Spezialmärkte – Über/Unter Sätze, Punktzahl im ersten Satz, Handicap auf den ersten Satz, Spielerwetten auf Aufschlag-Asse – bieten nur wenige Anbieter an. Wer solche Märkte sucht, prüft das Wettprogramm vor dem Spiel, weil die Verfügbarkeit von Woche zu Woche schwankt.
Warum Volleyball bei deutschen Anbietern selten im Vordergrund steht
Die Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten in Deutschland ist nicht an ein bestimmtes Sportprogramm gebunden. Anbieter mit Erlaubnis entscheiden selbst, welche Sportarten und Ligen sie listen. Volleyball gehört nicht zum Pflichtprogramm – anders als Fußball, wo die Bundesliga-Quoten auf fast jeder Plattform Pflicht sind. Ein Buchmacher kann Volleyball komplett weglassen und behält seine Erlaubnis, solange er die regulatorischen Anforderungen erfüllt. Die Folge: Das Volleyball-Angebot ist dünner, und der Wettende muss aktiver suchen.
Hinzu kommt das Sichtbarkeitsproblem: Volleyball hat in Deutschland ein kleines Publikum, die mediale Aufmerksamkeit ist gering, Werbung lohnt sich für Buchmacher weniger. Die Lizenz zum Anbieten einer Sportart ist also nicht der Engpass – die Nachfrage ist es.
Volleyball-Bundesliga und Spitzenreiter als Quotentreiber
Die Volleyball-Bundesliga der Männer gibt es seit 1974, der erste Spieltag war am 5. Oktober 1974 mit acht Mannschaften. Heute ist die Liga der Maßstab im deutschen Hallenvolleyball; die acht besten Teams der Hauptrunde qualifizieren sich für die Play-offs, das Viertelfinale wird im Best-of-three-Modus gespielt, Halbfinale und Finale im Best-of-five. Rekordmeister sind die Berlin Recycling Volleys mit 16 Titeln – eine Größenordnung, die erklärt, warum Spiele dieses Vereins bei vielen Anbietern quotiert sind, während Aufsteiger oder Abstiegskandidaten oft fehlen.
Die Frauen-Bundesliga, die Beachvolleyball-Tour und der Europapokal sind weitere Anknüpfungspunkte. Die FIVB, der Weltverband, organisiert Weltmeisterschaften und World Tour; im Beachvolleyball ist die Weltserie ähnlich aufgebaut. Welche dieser Wettbewerbe ein deutscher Anbieter ins Programm nimmt, hängt von seinem internationalen Netzwerk ab – nicht von der Lizenz.
Was die Marge über einen Volleyballmarkt verrät
Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten lässt sie sich direkt ausrechnen: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote Heim + 1/Quote Auswärts); die Marge = 100 % − Auszahlungsquote.
Nehmen wir ein illustratives Beispiel, kein echter Marktpreis: Stehen die Heimsieg-Quote und die Auswärtssieg-Quote jeweils bei 1,90, ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500, also 95,00 %. Die Marge liegt entsprechend bei 5,00 %. Bei einem ausgewogenen Zwei-Wege-Markt auf den Spielausgang ist das der untere Rand dessen, was seriöse Anbieter verlangen – der Durchschnitt liegt eher bei 5,5 bis 7,0 %.
Bei einem Drei-Wege-Markt mit Unentschieden (das im Volleyball nach Sätzen vorkommen kann) verschiebt sich das Bild. Mit Quoten von 1,45 (Heim), 4,50 (Unentschieden) und 2,80 (Auswärts) ergibt sich: 1 ÷ (1/1,45 + 1/4,50 + 1/2,80) = 1 ÷ (0,6897 + 0,2222 + 0,3571) = 1 ÷ 1,2690 = 0,7880, die Marge liegt bei 21,20 %. Solche Margen sind im Volleyball nicht ungewöhnlich, weil die Buchmacher das Unentschieden-Segment gegen sich selbst absichern müssen und dafür weiter auseinanderliegende Quoten anbieten.
Die Faustregel: Wer Margen vergleicht, sollte Märkte gleicher Struktur vergleichen. Die Marge des Satzwetten-Markts ist nicht die Marge des Spielausgang-Markts; die Marge eines Bundesliga-Spiels ist nicht die Marge eines Beachvolleyball-Finals; die Marge von Buchmacher A ist nicht die Marge von Buchmacher B. Wer die Marge nicht ausweisen kann, sollte den Markt meiden oder eine andere Plattform prüfen.
Erlaubte Anbieter in Deutschland: Was die Whitelist tatsächlich zeigt
In Deutschland dürfen Sportwetten nur Anbieter mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) anbieten. Die Erlaubnis wird nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 erteilt, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die zentrale Anlaufstelle für Spieler ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV – eine öffentliche Liste, die alle erlaubten Anbieter mit Domain, Halter und Erlaubnisdatum führt. Der aktuelle Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis (zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten-Erlaubnis) und drei reine Pferdewetten-Halter.
Die Whitelist ist die einzige verlässliche Quelle. Eine .de-Domain allein beweist nichts, eine Malta-Lizenz erst recht nicht. Wer auf einer Plattform wettet, die nicht auf der Whitelist steht, spielt ohne deutsche Erlaubnis – und hat im Streitfall weder die OASIS-Sperrdatei noch die LUGAS-Limitdatei noch den Insolvenzschutz des deutschen Regimes hinter sich. Die GGL hat im September 2026 explizit vor illegalen Angeboten gewarnt, Platincasino namentlich genannt.
Was die Whitelist nicht zeigt
Die Whitelist führt Erlaubnisdaten, kein Ablaufdatum. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Liste zeigt aber nur das Ausstellungsdatum, nicht das Enddatum. Wer wissen will, ob eine Erlaubnis aktuell gültig ist, prüft die Whitelist selbst – sie wird laufend aktualisiert, und ein fehlender Eintrag bedeutet, dass die Erlaubnis entzogen, zurückgegeben oder ausgelaufen ist. Für die hier besprochenen zehn Anbieter ist die Whitelist Grundlage der Bewertung.
Die zivilrechtliche Seite: Rückforderung von Einsätzen
Eine offene Frage beschäftigt die Zivilgerichte: Kann ein Spieler, der bei einem nicht in Deutschland erlaubten Anbieter gewettet und verloren hat, seine Einsätze zurückfordern? Der Bundesgerichtshof hat diese Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt (Az. I ZR 90/23); im Verfahren geht es um mehr als 3.700 € Verluste eines Spielers bei Tipico aus den Jahren 2013 bis 2018. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich gehalten, dass Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung verpflichtet werden – mit einer Ausnahme: Hat eine Behörde zugesichert, die Erlaubnispflicht vorerst nicht durchzusetzen, könnte das anders liegen. Die Sache ist beim EuGH anhängig; ein Urteil steht aus.
Wer bei einem lizenzierten Anbieter spielt, hat diese Frage nicht – und das ist einer der Gründe, warum die Whitelist mehr ist als eine Formalität.
Wer in Deutschland was anbieten darf – die Regeln im Überblick
Live-Wetten: nur das Endergebnis und wenige Ausnahmen
Live-Wetten sind in Deutschland stark eingeschränkt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis gewettet werden oder – in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind – auf das nächste Tor, den nächsten Satz, die nächste ähnliche Einheit. Heißt: Beim Fußball ist die Live-Wette auf das nächste Tor erlaubt, beim Tennis auf den nächsten Satz. Beim Tennis ist die Live-Wette auf den nächsten Punkt oder den nächsten Korb beim Basketball ausdrücklich nicht erlaubt. Beim Volleyball liegt der Fall dazwischen: Die Frage, ob „der nächste Satz“ als ausreichend seltenes Ereignis zählt, beantwortet die GGL über die Marktzulassung. Praktisch bedeutet das: Viele Live-Märkte, die internationale Anbieter zeigen, sind in Deutschland nicht im Programm.
Was nicht angeboten werden darf
Drei Bereiche sind in Deutschland ausgeschlossen: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateursportlern – die GGL-Praxis stuft Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport ein. Wetten, die manipulationsanfällig sind. Wetten auf Regelverstöße und deren Sanktionierung – also keine Wetten auf Gelbe Karten, Platzverweise oder ähnliches. E-Sports-Wetten sind in Deutschland nicht erlaubt, weil E-Sports von der GGL nicht als Sportart anerkannt ist; Virtual Sports sind rechtlich nicht etabliert. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind ebenfalls nicht zulässig.
Werbung: eigene Regeln für Sportwetten
Für Sportwetten-Werbung gilt ein eingeschränkter Werberahmen: keine Werbung unmittelbar vor oder während der Live-Übertragung eines Sportereignisses auf demselben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz. Das 6:00-21:00-Werbeverbot, das für Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele gilt, erfasst Sportwetten ausdrücklich nicht. Werbebeschränkungen sind im Glücksspielstaatsvertrag (§ 5) detailliert geregelt.
Spielerschutz: vom Einzahlungslimit bis zur Panik
Die deutsche Regulierung setzt am Verhalten an. Teilnahme erst ab 18 Jahren (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ein Konto mit voller Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter maximal 72 Stunden Spielbetrieb mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen zulassen. Das übergreifende Einzahlungslimit liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter (§ 6c Abs. 1), durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer wirtschaftlich leistungsfähig ist, kann auf Antrag ein höheres Limit erhalten – bis 10.000 € monatlich, in Ausnahmefällen bis 30.000 € für maximal ein Prozent der aktiven Spieler eines Anbieters – aber nur mit nachweisbarer Einkommens- oder Vermögensprüfung. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a), das bei Registrierung und Login geprüft wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Parallelspiel ist verboten – die Aktivitätsdatei nach § 6h verhindert, dass ein Spieler bei mehreren Anbietern gleichzeitig aktiv ist.
Offshore-Anbieter sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen, unterliegen keinem deutschen Insolvenzschutz, müssen kein Einzahlungslimit einhalten und haben keine deutsche Aufsicht. Das ist der zentrale Unterschied, nicht die Frage der Steuer.
Zahlungen: nur auf eigenen Namen, ohne Anonymität
Nach § 6b Abs. 4 GlüStV darf nur von einem Zahlungskonto gezahlt werden, das auf den Namen des Spielers läuft und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind damit im lizenzierten deutschen Sportwetten-Markt ausgeschlossen. Welche konkreten Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen AGB; verlässliche Quellen sind die Anbieter selbst. Spielerguthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7).
Sportwettensteuer: 5,3 % auf das, was netto übrig bleibt
Die Sportwettensteuer ist in §§ 16-25 RennwLottG geregelt. Sie beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Die Steuer schuldet der Veranstalter, nicht der Spieler (§ 19). Wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung: Der eine zieht sie vom Einsatz ab, der andere vom Gewinn, der dritte trägt sie selbst. Ob und wie ein konkreter Anbieter die Steuer weitergibt, ist nur aus dessen AGB verlässlich zu erfahren. Die Steuer fällt auch bei nicht lizenzierten Anbietern an – eine gezahlte Steuer ist kein Lizenznachweis.
Gewinne privater Spieler sind im Regelfall nicht steuerpflichtig, das hängt aber vom Einzelfall ab. Wer hier Klarheit braucht, fragt einen Steuerberater – das ist keine Lücke, sondern die Grenze dessen, was eine allgemeine Seite leisten kann.
Verantwortung im Wettalltag
Die deutsche Regulierung hat den Spielerschutz festgezurrt – aber sie funktioniert nur, wenn der Spieler mitmacht. Drei Punkte wiederholen sich in jedem Wettalltag:
Wer sich selbst aussperren will, findet in OASIS den Weg: einmal registriert, gilt die Sperre bei allen lizenzierten Anbietern. Wer nur eine Atempause braucht, nutzt den Panikbutton. Wer merkt, dass er mehr ausgibt, als er sich leisten kann, sollte das Einzahlungslimit aktiv senken – das geht sofort, ohne Wartezeit.
Wer Anzeichen für problematisches Spielen bei sich erkennt – die verlorene Wette wird mit einer höheren Wette ausgeglichen, die Pause fällt schwer, das Wettkonto wird zur Problemlösung – sollte Hilfe suchen. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung führt eine Liste anerkannter Beratungsstellen; die Anbieter mit Erlaubnis sind verpflichtet, auf diese Angebote hinzuweisen. Eine Sperre über OASIS lässt sich nicht vorzeitig aufheben, das ist Absicht.
Wer Angebote außerhalb der Whitelist nutzt, hat diese Schutzmechanismen nicht. Das ist nicht der erste Grund, warum diese Seite zur Whitelist rät – aber es ist einer der Gründe, warum die Liste mehr ist als ein Hinweis.
Erlaubte Anbieter im Vergleich
Die folgende Übersicht führt die zehn Anbieter auf, die im Research dieser Seite als Inhaber einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis auf der GGL-Whitelist identifiziert wurden. Sie ist nach der Reihenfolge der Research-Liste sortiert und keine Rangordnung. Die Spalten folgen den Vorgaben: Markenname, Status und Halter gemäß Whitelist (Stand 2. Oktober 2026), Datum der Ersterlaubnis für Sportwetten.
| Anbieter | GGL-Whitelist-Status & Halter | Erlaubnis Sportwetten seit |
|---|---|---|
| ODDSET | Erlaubt – Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Bet3000 | Erlaubt – I.B.C. Sportsbetting Limited (Malta) | 22.04.2026 |
| Sportingbet | Erlaubt – Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Betano | Erlaubt – Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| NEO.bet | Erlaubt – Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Erlaubt – Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| VBet | Erlaubt – SCGO Limited (Malta) | 05.12.2023 |
| Tipico | Erlaubt – Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tipwin | Erlaubt – Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | Erlaubt – DZBT Operations Limited (Malta) | 22.08.2023 |
Die Tabelle zeigt, was die Whitelist hergibt: Erlaubnis, Halter, Datum. Welche Volleyball-Märkte ein Anbieter konkret im Programm hat, welche Quoten er auf Bundesliga oder Europapokal stellt, ob er Live-Wetten auf Volleyball anbietet – all das ist eine Frage des Wettprogramms und ändert sich von Woche zu Woche. Die folgende Einzelbetrachtung greift das auf, was die Research-Quellen für jeden Anbieter festgehalten haben, ohne zu erfinden, was sie nicht hergeben.
ODDSET
ODDSET ist der traditionsreiche Anbieter im deutschen Markt, im Besitz der Oddset Sportwetten GmbH. Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb wurde mit Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022 erteilt, die Ersterlaubnis datiert auf den 18.11.2020. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). Volleyball gehört zum Pflichtanspruch des Anbieters nicht – entscheidend ist, ob ODDSET die Bundesliga und gegebenenfalls internationale Wettbewerbe ins Programm nimmt; im Wettangebot zeigt sich die Substanz eines klassischen Vollsortimentlers.
Bet3000
Bet3000 tritt auf der Whitelist mit der I.B.C. Sportsbetting Limited aus Sliema, Malta, als Halter auf. Die Erlaubnis für Bet3000.de ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet – eine der jüngeren Erlaubnisse im Feld. Über das konkrete Volleyball-Angebot lässt sich aus den Research-Quellen keine belastbare Aussage ableiten; das Wettprogramm entscheidet, ob Bundesliga-Spiele, Europapokal oder Beachvolleyball angeboten werden. Der Halter mit Sitz in Malta ist im deutschen Markt über die Erlaubnis reguliert; ein Rückschluss auf das Sportangebot ergibt sich daraus nicht.
Sportingbet
Sportingbet ist über die Sportingbet (Deutschland) Limited erlaubt, mit Ersterlaubnis vom 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Im Wettangebot bewirbt der Anbieter einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten, die genannten Sportarten sind Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker – Volleyball taucht in dieser Liste nicht auf. Das heißt nicht, dass Sportingbet keine Volleyball-Wetten anbietet, sondern dass die Research-Quellen keine Belege dafür tragen. Wer auf Volleyball setzen will, prüft das aktuelle Wettprogramm vor dem Spiel.
Betano
Betano gehört zur Betkick Sportsbetting Limited, Ersterlaubnis 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten; die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder (Kombination mehrerer Märkte eines Spiels), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Volleyball taucht im Streaming-Portfolio nicht auf; ob es quotiert wird, ist eine Frage des Wettprogramms. Die genannten Features – Bet Builder, Cash Out – funktionieren in Volleyball, soweit der Anbieter die entsprechenden Märkte führt.
NEO.bet
NEO.bet wird laut Whitelist von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit Ersterlaubnis 09.10.2020 und Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet gehört zu den Anbietern, die sich früh im deutschen Markt positioniert haben; Volleyball ist in der Research nicht eigens belegt, das Wettprogramm ist auch hier der Prüfstein. Der Status als einer der ersten Erlaubnisinhaber macht NEO.bet zu einer etablierten Adresse, sagt aber nichts über Volleyball-Tiefe.
Tiptorro
Tiptorro (Tiptorro.de) wird über die Torro Tec Limited (Malta) geführt, Ersterlaubnis 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022. Die Tiptorro-App im App Store beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL – die Whitelist bestätigt das. Über das Volleyball-Programm trägt die Research keine Substanz; entscheidend ist, ob die Bundesliga im Wettprogramm auftaucht.
VBet
VBet (Vbet.de) gehört zur SCGO Limited aus St. Julian’s, Malta, mit Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023. VBet ist ein international aufgestellter Anbieter, der in mehreren Märkten Volleyball im Programm hat – ob das für den deutschen Markt in gleicher Breite gilt, ist aus der Research nicht abzuleiten. Die Plattform hat die deutsche Erlaubnis relativ spät erhalten, ist aber etabliert genug, um ein Wettprogramm mit Volleyball-Tiefe anzubieten.
Tipico
Tipico (Tipico.de) ist über die Tipico Co. Limited erlaubt, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022. Die Tipico-App im App Store nennt Cash Out und Live-Wetten auch während laufender Spiele. Volleyball ist im Tipico-Programm quotiert, die Tiefe hängt vom Spieltag ab. Das laufende BGH-Verfahren (Az. I ZR 90/23) betrifft genau diesen Anbieter, geht aber um die Frage, ob Einsätze aus den Jahren 2013 bis 2018 zurückgefordert werden können – nicht um die aktuelle Lizenz, die unangetastet ist. Wer die Marktstellung von Tipico mit der Lizenz verwechselt, verwechselt zwei Paar Schuhe: Marktführerschaft begründet keine Sonderrechte, eine fehlende Lizenz würde sie aber sofort infrage stellen.
Tipwin
Tipwin (Tipwin.de) wird von der Tipwin Limited betrieben, Ersterlaubnis 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 und 09.01.2024 – also mit einer zusätzlichen Erlaubnisrunde. Tipwin ist Premium-Partner des Deutschen Basketball Bundes (DBB); die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Die Partnerschaft mit einer anderen Ballsportart ist kein Volleyball-Beleg, aber sie zeigt, dass Tipwin im deutschen Mannschaftssport-Kontext verankert ist. Volleyball ist im Wettprogramm zu prüfen.
DAZN Bet
DAZN Bet wird über die DZBT Operations Limited aus Zebbug, Malta, betrieben, Erlaubnis seit dem 22. August 2023. DAZN als Marke steht für Sportübertragung; DAZN Bet nutzt diese Marke, um Wettangebot und Streaming zu verknüpfen. Volleyball ist in der Research nicht eigens belegt; das Programm ist an dieser Stelle nicht abschließend dokumentiert.
Wie die Buchmacher-Auswahl für Volleyball entsteht
Wer auf Volleyball wetten will, geht nicht anders vor als bei jeder anderen Randsportart: Er vergleicht das aktuelle Wettprogramm der Anbieter, die auf der Whitelist stehen, prüft die Quoten, sieht nach, ob Live-Wetten verfügbar sind, und achtet auf die Marge. Drei Dinge tragen die Entscheidung mehr als alles andere:
Werthaltige Quoten schlagen Markenname. Eine Quote von 1,85 ist eine Quote von 1,85, unabhängig davon, welcher Anbieter sie stellt. Die Marge des Marktes ist das, was den Preis wirklich macht, und sie schwankt von Anbieter zu Anbieter. Wer Margen vergleichen will, rechnet selbst – die Auszahlungsquote steht in keiner Anbieter-App, sie ergibt sich aus den zwei oder drei Quoten, die der Markt zeigt.
Volleyball-Tiefe ist Verfügbarkeit. Bundesliga-Spiele der Männer sind bei mehreren Anbietern quotiert; Europapokal und Beachvolleyball sind die Ausnahme. Wer regelmäßig auf Volleyball setzt, hat zwei oder drei Anbieter parallel im Wettkonto und schaltet je nach Spiel um. Das ist aufwendig, aber es ist die einzige Möglichkeit, ein dünnes Angebot vollständig zu nutzen.
Bonusbedingungen lesen ist Pflicht. Die deutsche Regulierung setzt keinen maximalen Bonusbetrag, keine Umsatzfaktor-Obergrenze, keine Mindestquote als Höchstwert – all das steht in den AGB des Anbieters. Ein „100 % Bonus“ ohne Wettsteuer-Passage ist ein anderes Angebot als einer mit; ein Bonus mit 5-fachem Umsatz ist ein anderes als einer mit 10-fachem. Wer den Bonus vor der Einzahlung liest, vermeidet Überraschungen bei der Auszahlung.
Was ein Bonus im Volleyball-Kontext realistisch leistet
Ein typischer Willkommensbonus verdoppelt die erste Einzahlung bis zu einem Höchstbetrag, der von Anbieter zu Anbieter variiert. Wer 100 € einzahlt, bekommt 100 € Bonusguthaben, muss aber einen Umsatzfaktor erfüllen – üblich sind Faktoren zwischen 3 und 10, gemessen am Bonus oder an Bonus plus Einzahlung. Bei einem 5-fachen Umsatz auf den Bonus allein wären 500 € Sportwetten-Umsatz nötig, bei einem 5-fachen auf Bonus plus Einzahlung 1.000 €. Hinzu kommt eine Mindestquote – meist zwischen 1,50 und 2,00 – und eine Frist, oft 30 bis 90 Tage.
Was das in der Praxis bedeutet: Wer mit 100 € spielt, muss 500 bis 1.000 € Umsatz erzeugen, davon einen Großteil zu Quoten von 1,80 oder höher. Volleyball-Siegerquoten liegen in der Bundesliga meist zwischen 1,20 und 3,50 – das passt zu Mindestquoten von 1,50 oder 1,80, nicht zu solchen von 2,00. Wer den Bonus mit Volleyball-Wetten freispielen will, sollte prüfen, ob die Mindestquote für seine Lieblingsmärkte erreichbar ist. Sonst muss er auf andere Sportarten ausweichen – Fußball, Tennis, Basketball – und der „Volleyball-Bonus“ ist de facto ein Sportwetten-Bonus.
Wie eine Auszahlung rechnerisch entsteht
Eine Volleyball-Wette zahlt sich nach der Quote aus: Auszahlung = Einsatz × Quote. Bei 50 € Einsatz und einer Quote von 2,10 sind das 105 € – der Nettogewinn liegt bei 55 €. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps: 1,85 × 2,40 × 1,95 = 8,66, der Einsatz von 10 € zahlt 86,60 € aus. Je mehr Beine eine Kombiwette hat, desto höher die Quote – und desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass alle eintreffen. Die Marge des Buchmachers schlägt auf jedes Bein einzeln auf; eine Kombiwette aus drei Beinen trägt ungefähr die dreifache Einzelmarge.
Die Sportwettensteuer verändert den Auszahlungsbetrag je nach Anbieter. Zieht der Anbieter die Steuer vom Einsatz ab, zahlt sich 50 € Einsatz bei 2,10 Quote und 5,03 % Steuer so aus: 50 € × (1 − 0,0503) = 47,48 € effektiver Einsatz × 2,10 = 99,71 €. Zieht der Anbieter die Steuer vom Gewinn ab, bleiben 105 € Auszahlung minus 5,03 % auf den Gewinn von 55 € = 105 € − 2,77 € = 102,23 €. Trägt der Anbieter die Steuer selbst, zahlt sich 50 € × 2,10 = 105 € aus. Welche Variante greift, ist Sache des Anbieters; die Research trägt das nicht für jeden Anbieter konsistent, der Blick in die AGB ist verlässlicher.
Häufig gestellte Fragen
Wovon hängt es ab, ob ein erlaubter Anbieter Volleyball ins Programm nimmt?
Die Erlaubnis der GGL verpflichtet Anbieter nicht, bestimmte Sportarten zu quotieren. Welche Ligen, Wettbewerbe und Events ein Anbieter listet, entscheidet er selbst – nach eigenem Geschäftsmodell, Nachfrage und internationaler Verfügbarkeit der Daten. Volleyball gehört in Deutschland nicht zum Pflichtprogramm, die Bundesliga ist bei den meisten Anbietern aber quotiert. Exotische Ligen oder Beach-Turniere sind Glückssache.
Wie funktionieren Wetten auf Volleyball – Sieger, Satzergebnis, Handicap?
Beim Sieger-Markt wird auf den Spielausgang getippt (Heim oder Auswärts, gelegentlich mit Unentschieden-Option). Beim Satzergebnis wettet man auf das exakte Resultat nach Sätzen, etwa 3:0, 3:1 oder 3:2. Beim Satz-Handicap wird ein fiktiver Vorsprung oder Rückstand verrechnet – Favorit −1,5 Sätze wettet man, wenn dieser mit 3:0 oder 3:1 gewinnt; Außenseiter +1,5 Sätze reicht ein verlorener Satz. Die Quote richtet sich nach der Wahrscheinlichkeit; Volleyballquoten liegen typischerweise zwischen 1,20 und 4,00.
Welche Live-Wetten sind während eines Volleyballspiels in Deutschland zulässig?
Die Live-Wetten-Regel des Glücksspielstaatsvertrags (§ 21 Abs. 4) lässt während eines laufenden Spiels nur Wetten auf das Endergebnis und – in Sportarten mit seltenen Ereignissen – auf die nächste vergleichbare Einheit zu. Beim Volleyball ist die Frage, ob „der nächste Satz“ als ausreichend seltenes Ereignis zählt, eine Einzelfallentscheidung der GGL. Live-Wetten auf den nächsten Punkt oder einzelne Spielzüge sind in Deutschland nicht erlaubt. Viele internationale Live-Märkte sind im deutschen Programm daher nicht verfügbar.
Wie berechnet sich die Auszahlung, und was ändert die Sportwettensteuer?
Die Auszahlung ist Einsatz × Quote: 50 € bei Quote 2,10 ergeben 105 € Bruttoauszahlung, der Nettogewinn liegt bei 55 €. Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst – rund 5,03 % des gezahlten Betrags. Sie wird vom Anbieter gezahlt, kann aber auf verschiedene Weise an den Spieler weitergegeben werden: vom Einsatz abgezogen, vom Gewinn abgezogen oder vom Anbieter getragen. Welche Variante greift, steht in den AGB des Anbieters.
Woran ist erkennbar, ob ein Anbieter auf der GGL-Whitelist steht?
Die Whitelist wird von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffentlich geführt und ist über deren Website abrufbar. Sie listet Anbieter, Domain, Halter und Erlaubnisdatum auf – der Stand vom 2. Oktober 2026 weist 30 Einträge aus, davon 27 mit Sportwetten-Erlaubnis. Eine .de-Domain oder eine Malta-Lizenz ist kein Ersatz; nur der Eintrag auf der Whitelist beweist die deutsche Erlaubnis. Wer dort nicht steht, hat keine deutsche Aufsicht, keinen Insolvenzschutz und keinen Zugang zu OASIS oder LUGAS.
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