Cricket online wetten in Deutschland – lizenzierte Anbieter, Märkte und Kosten im Überblick
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Stand: Oktober 17, 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder
Cricket ist die zweite Weltsportart, aber in Deutschland eine Nische. Wer hier auf ein Test-Match, ein ODI oder ein Twenty20 wettet, betritt ein Spielfeld, das von Bundesliga, Formel 1 und Tennis auf den Wettseiten überlagert wird. Und er betritt ein Spielfeld, das nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 streng reguliert ist: Wer in Deutschland Cricket-Wetten anbietet, braucht eine Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und wer eine solche Wette abschließt, zahlt 5,3 % Wettsteuer, monatlich höchstens 1.000 € default und bekommt den Schutz von OASIS und LUGAS nur bei einem Anbieter, der auf der Whitelist steht.

Cricket als Wettsport: Spielformen, Märkte und Spielplan
Cricket ist nicht gleich Cricket. Auf den Wettseiten erscheinen drei Formate, jedes mit eigenem Rhythmus, eigenem Wettprogramm und eigener Tücke bei Wetterunterbrechungen.
Test, ODI und T20 – drei Formate, drei Wettkalender
Im Test-Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber und spielen bis zu fünf Tage lang, täglich in drei Sessions von etwa zwei Stunden. Der Spieltag ist lang, einzelne Sessions eigenen sich für Live-Wetten, ein ganzer Test für den klassischen Siegwettmarkt. One-Day Internationals (ODI) sind auf einen Tag angelegt, 50 Overs pro Innings, die Limited-Overs-Variante, in der die meisten internationalen Turniere ausgetragen werden. Twenty20 (T20) ist die kürzeste Form: 20 Overs pro Innings, höchstens 75 Minuten Spielzeit, das Format, in dem die populären nationalen Ligen wie die Indian Premier League stattfinden. Wer auf Cricket wettet, wettet auf drei unterschiedliche Sportarten, und ein Anbieter, der „Cricket“ anbietet, ohne alle drei Formate abzudecken, deckt nicht das gesamte Jahr ab.
Das hat Folgen für das Wettprogramm. Test-Serien lauben im Sommer, wenn überhaupt, in England, Australien und Indien; ODIs staffeln sich um die Cricket-Weltmeisterschaft; T20-Ligen wie die IPL, die Big Bash League oder die Caribbean Premier League häufen sich zwischen März und September, unterbrochen von ICC-Turnieren. Wer im Januar auf eine Twenty20-Partie wetten will, hat schlechte Karten, und wer im August ein ODI sucht, sucht oft am Wettprogramm vorbei. Auf den deutschen Buchmacherseiten schlägt sich das in dünnen Cricket-Sektionen außerhalb der Saison nieder.

Welche Märkte Cricket-Wetten haben
Wer auf Cricket wettet, wettet seltener als im Fußball auf 100 verschiedene Spezialmärkte. Was bleibt, sind solide Grundmärkte, und wer sie einmal versteht, kann die meisten Wettprogramme lesen.
Der Siegwettmarkt ist überall dasselbe: Sieg Mannschaft A, Sieg Mannschaft B. Bei Test-Matches kommt der Draw hinzu, das Remis ohne Sieger, wenn die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Wer ein ODI wettet, kennt keinen Draw, dafür das Tie, den Gleichstand nach allen Overs, eine Rarität, die das Finale des Cricket World Cup 2019 berühmt gemacht hat: England und Australien standen 241:241, im Super Over 15:15, England gewann anhand der mehr geschlagenen Boundaries. Wer als Wettender dieses Regelwerk ignoriert, wettet das falsche Spiel.

Hinter dem Sieger liegen die Totals: Wie viele Runs schlägt die Mannschaft? Über/unter 250,5 Runs ist ein typischer ODI-Markt. Der Buchmacher setzt die Linie, der Spieler wettet darauf, ob das tatsächliche Ergebnis darüber oder darunter liegt. Eng verwandt: die Anzahl der Wickets (wie viele Schlagleute sind ausgeschieden) und, in der Wette auf einzelne Spieler, die Performance von Batters und Bowlers. Ein Toss-Market, die Wette auf den Münzwurf zu Spielbeginn, steht bei den meisten Wettanbietern, wirkt aber eher wie ein Marketing-Gag: Wer Toss gewinnt, hat über die weiteren Innings keinen statistischen Vorteil, der Wettmarkt ist reine Quote.
Duckworth-Lewis-Stern und seine Folgen für die Wette
Cricket ist Wettersport, und Wetter unterbricht Spiele. Bei Limited-Overs-Spielen, also ODI und T20, steht dann nicht einfach der nächste Tag an wie im Test. Die zweite schlagende Mannschaft bekommt ein neues Ziel nach der Duckworth-Lewis-Stern-Methode. Die Rechnung berücksichtigt, wie viele Overs noch zur Verfügung stehen, wie viele Wickets die Mannschaft verloren hat, und wie viele Ressourcen die batting und die bowling team noch haben.
Praktisch heißt das: Wenn ein ODI nach 25 von 50 Overs wegen Regens unterbrochen wird, hat die zweite Mannschaft nicht mehr 25, sondern eine nach DLS berechnete Anzahl Runs als Ziel, und der Wettmarkt wertet das Spiel gegen dieses Ziel, nicht gegen die ursprünglichen 50 Overs. Die Wette „Über 250,5 Runs“ wird dann zu „Über DLS-Ziel minus 1“ oder ähnlich. Der Wettanbieter pflegt das in den Regeln, und wer Cricket-Wetten platziert, sollte vor der Platzierung prüfen, ob die Quote nach DLS-Regel bewertet wird.
Eine wichtige Untergrenze: Wenn eine Mannschaft weniger als 20 (ODI) bzw. 5 (T20) Overs gespielt hat, gilt das Spiel als „No Result“ und die Wette wird in der Regel erstattet. Ausnahme: Eine Mannschaft ist all out, bevor sie die Mindest-Overs erreicht, dann wird die Wette nach DLS ausgewertet. Das ist exakt das Szenario, in dem ein Laie auf eine Wette pocht, die nie ausgewertet wurde. Das Verfahren wurde 1997 eingeführt, 1999 vom ICC übernommen und trägt seit November 2014 den Namen Duckworth-Lewis-Stern. Wer im November 2024 liest, liest ein fast dreißigjähriges Regelwerk.
Lizenz, Wettsteuer und Spielerschutz in Deutschland
Cricket oder Fußball: Die deutsche Regulierung kennt keine Cricket-spezifischen Regeln. Sie kennt nur Sportwetten mit Permit, Sportwettensteuer, OASIS, LUGAS und der Whitelist der GGL.
Wer Cricket-Wetten legal anbieten darf
Die zentrale Frage ist die nach der Erlaubnis. In Deutschland darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Sportwetten-Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt, und zwar nach § 4 Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags 2021. Erlaubt wird nicht der Buchmacher im Allgemeinen, sondern die Domain. Wer bei Tipico wettet, wettet bei der Tipico Co. Limited; wer auf DAZN Bet wettet, bei der DZBT Operations Limited. Jede Domain steht einzeln auf der Whitelist, und nur die Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis nimmt Sportwetten an. Eine Casino-Erlaubnis derselben Holding zählt nicht.
Die Whitelist der GGL, Stand 2. Oktober 2026, führt 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, sowie drei reine Pferdewetten-Inhaber. Die Einträge zeigen Erteilungsdaten, nicht Ablaufdaten; eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV 2021). Wer prüfen will, ob ein Anbieter erlaubt ist, schaut auf die Whitelist, nicht auf das Impressum der Seite. Eine .de-Domain allein beweist nichts.
Die Aufsicht liegt bei der GGL in Halle, nicht bei einem Landesamt. Sie kann Verbote aussprechen, Zahlungen sperren und Netze blockieren (§ 9 GlüStV 2021). Am 17. September 2026 hat sie ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer dort wettet, wettet ohne deutsche Erlaubnis.
Was auf einer lizenzierten Seite geht – und was nicht
Das deutsche Wettprogramm ist nicht das britische oder australische. Der Veranstalter darf nur Wetten anbieten, die die GGL genehmigt hat (§ 21 Abs. 5 GlüStV 2021). Feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon, als Einzel- oder Kombinationswette, sind Standard (§ 21 Abs. 1). Live-Wetten sind eingeschränkt: während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente (§ 21 Abs. 4). „Nächstes Tor im Fußball“ ja, „nächster Punkt im Tennis“ nein, weil der Punkt zu häufig ist.
Für Cricket heißt das: Während eines laufenden ODI darf ein lizenzierter Anbieter auf den Sieger wetten lassen, in vielen Fällen auch auf das nächste Wicket oder die nächsten Runs; nicht aber auf jedes einzelne Ball-Ereignis. Auf jeden Fall ausgeschlossen: Wetten auf Spiele mit hauptsächlich Minderjährigen oder Amateuren, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder ihre Sanktionierung. So zählt Fußball unterhalb der 3. Liga nach GGL-Praxis als Amateur, Cricket unterhalb der internationalen Ebene ebenso. Wetten auf Esports: Die GGL sagt, Esports sei kein Sport, lizenzierte Esports-Wetten existieren nicht.
Sportwettensteuer und was sie beim Gewinn ändert
Die Sportwettensteuer ist die zweite Konstante hinter jeder Quote. Sie beträgt 5,3 %, bemessen auf einer Bemessungsgrundlage, die um die Steuer selbst bereinigt ist: in der Praxis etwa 5,03 % des eingesetzten Betrags (§§ 17, 18 RennwLottG). Gezahlt wird sie vom Veranstalter, nicht vom Wettenden (§ 19); der Veranstalter kann sie aber an den Kunden weitergeben. Das macht jeder Anbieter anders, und nur die eigenen AGB sagen, wie. Eine Aussage wie „5,3 % vom Einsatz“ unterschlägt die Eigenheit der Bemessungsgrundlage; eine Aussage wie „5 % vom Einsatz“ ist ungenau.
Gewinne privater Wettender sind auf erster Ebene nicht abschließend geregelt, allgemeine Information nur, gegebenenfalls Steuerberater fragen. Was die Wettsteuer unabhängig davon tut: Sie schmälert entweder den Einsatz oder den Gewinn, je nach Anbieter. Beide Wege führen zu einem geringeren Auszahlungsbetrag als die Quote verspricht. Wer auf 100 € mit Quote 2,00 wettet und der Anbieter die Steuer vom Gewinn abzieht, bekommt nicht 200, sondern rund 195 € ausgezahlt, je nach Berechnung der Bemessungsgrundlage.
OASIS, LUGAS und das gemeinsame Einzahlungslimit
Der Spielerschutz funktioniert über zwei Säulen: OASIS, die Spielersperrdatei, und LUGAS, die Limitdatei und Aktivitätsdatei. OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt (§§ 8, 8a GlüStV 2021); wer dort selbst gesperrt ist oder von einem Dritten gesperrt wurde, wird abgewiesen. Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, sonst mindestens ein Jahr. LUGAS erzwingt das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1). Eine Auszahlung gibt es nur nach Ende des Ereignisses, kein automatisierter Cash-Out auf dem Bankkonto.
Die Anbieter dürfen einen höheren Monatsrahmen anbieten, aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, mit Stufen bis 10.000 €, 30.000 € oder mehr, und jeweils nur für einen kleinen Kreis aktiver Kunden. Eine Selbsterklärung reicht nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Identitätsprüfung ab dem ersten Login, volle Verifizierung vor Auszahlung. Bis dahin darf der Anbieter 72 Stunden spielen lassen, mit maximal 100 € Einzahlung (§ 6a). Auszahlung geht nur auf ein Konto, das auf den Namen des Wettenden lautet und bei einem Geldwäschegesetz-pflichtigen Institut geführt wird; anonyme Mittel sind ausgeschlossen (§ 6b Abs. 4). Das schließt Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus, ein Mechanismus, der vielen Offshore-Anbietern die Zahlungswege abschneidet. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühr ausgezahlt (§ 6b Abs. 6, 7).
Was Offshore-Anbieter nicht lösen
Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta ist in Deutschland kein Ersatz für die GGL-Erlaubnis. Solche Anbieter sind nicht an OASIS oder LUGAS angeschlossen, nicht an das 1.000 €-Limit, nicht an die Live-Wetten-Beschränkungen und nicht an die Pflicht zur Identitätsprüfung über ein Konto im eigenen Namen. Sie locken mit höheren Limits und einem breiteren Wettprogramm, lassen aber jeden Schutzmechanismus vermissen, der eine Sperre, ein Limit oder eine Auszahlungsstreitigkeit regelt.
Die Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung der Einsätze verpflichtet; der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit dem entgegensteht. Der Generalanwalt des EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 die Rückzahlungspflicht grundsätzlich für möglich gehalten, mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Keine dieser Entscheidungen verspricht dem Einzelfall eine Erstattung; sie zeigen nur, dass die Spielregel „Whitelist“ gerichtlich überprüft wird.
Cricket-Wetten bei zehn lizenzierten Anbietern
Zehn deutsche Buchmacher stehen auf der GGL-Whitelist mit aktiver Sportwetten-Erlaubnis, Stand 2. Oktober 2026. Sie sind im folgenden Abschnitt nach Alphabet der Seite sortiert, nicht nach Empfehlung. Cricket führen nicht alle im Programm; bei vielen ist Cricket eine Saison-Disziplin, die nur zwischen Mai und September sichtbar wird. Wer Cricket dauerhaft spielen will, sollte vor der Registrierung prüfen, ob der Anbieter die relevanten Ligen führt.
Einordnung nach Whitelist und Permit-Datum
| Anbieter | Whitelist-Status | Erlaubnis-Inhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| 888sport | auf der Whitelist | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betway | auf der Whitelist | Betway Limited | 09.03.2021 |
| bwin | auf der Whitelist | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| DAZN Bet | auf der Whitelist | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Interwetten | auf der Whitelist | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| NEO.bet | auf der Whitelist | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| ODDSET | auf der Whitelist | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportwetten.de | auf der Whitelist | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| Tipico | auf der Whitelist | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | auf der Whitelist | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
Drei Beobachtungen zu dieser Tabelle. Erstens: Die meisten Erst-Erlaubnisse stammen aus dem Oktober und November 2020, dem Zeitfenster, in dem das Übergangsregime des neuen GlüStV 2021 endete und die ersten Erlaubnisse auf der Whitelist erschienen. Zweitens: DAZN Bet ist mit August 2023 der späteste Neueinsteiger und der einzige, dessen Erlaubnis keine Folgeerlaubnis aus 2022 trägt. Drittens: Eine Whitelist-Erlaubnis garantiert keine Cricket-Märkte. Cricket ist eine kleine Disziplin im deutschen Wettprogramm, und selbst große Namen können Cricket nur saisonal führen.
888sport
888sport ist die Sportwetten-Marke der 888-Gruppe, eine Holding, die in Gibraltar sitzt und seit September 2005 an der Londoner Börse notiert ist. In Deutschland tritt sie als 888 Germany Limited mit einer Whitelist-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 auf. 888sport bedient das klassische Programm großer Buchmacher, Fußball, Tennis, Basketball, und führt Cricket in den Phasen, in denen die ICC-Turniere laufen. Wer 888sport für Cricket wählt, wählt eine Marke, deren Plattform-Logik er von anderen 888-Produkten kennt, nicht einen Anbieter, der Cricket systematisch pusht. Das Wettprogramm in der übrigen Zeit fällt schmal aus.
Betway
Betway ist die deutsche Ausprägung des gleichnamigen britischen Buchmachers, mit Erlaubnis seit dem 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Bekannt für den Cash-Out-Knopf unter „Meine Wetten“, über den ganze oder Teile des Wettscheins vorzeitig ausgewertet werden. Für Cricket-Kunden heißt das: Eine Wette auf ein ODI lässt sich frühzeitig auswerten, wenn die Lage auf dem Feld kippt. Der „Wettkonfigurator+“ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Spielen, was bei Cricket-Tests mit ihren fünf Tagen seine Stärke hat. Betway bedient Cricket in seinem Wettprogramm, aber nicht als alleinige Cricket-Plattform.
bwin
bwin ist einer der etabliertesten Namen im deutschen Sportwetten-Markt, mit Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Das Sportwetten-Angebot ist breit, Cricket ist Teil des Standardprogramms, aber nicht der Schwerpunkt. Wer bwin wählt, wählt den etablierten Markenkern, mit dem Vorteil einer überschaubaren Benutzeroberfläche und etablierten Live-Wetten. Auch wenn die Wettsteuer-Behandlung im Detail von anderen Anbietern abweicht, gilt für alle bwin-Cricket-Wetten: 5,3 % Wettsteuer, irgendwo zwischen Einsatz und Gewinn abgezogen.
DAZN Bet
DAZN Bet ist der Newcomer auf der Liste, mit Erlaubnis seit dem 22.08.2023, ohne ältere Folgeerlaubnis. Betrieben wird er von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. DAZN Bet setzt auf den Medienmarken-Vorteil: Kunden, die DAZN-Abonnenten sind, finden hier eine Wettplattform, die mit Live-Streams verzahnt ist. Für Cricket ist die Verzahnung mit dem DAZN-Stream relevant, wenn DAZN einzelne Spiele überträgt. DAZN Bet ist damit eine Wette auf die Konvergenz von Wetten und Stream, nicht zwingend auf eine besonders breite Cricket-Abdeckung.
Interwetten
Interwetten ist der österreichische Klassiker, der den deutschen Markt über die Interwetten Gaming Limited mit Erlaubnis seit dem 02.11.2020 bedient. Die Plattform ist langjährig erprobt, die Cricket-Abdeckung fällt in den ICC-Phasen solide aus, ohne dass Interwetten Cricket als Hauptprogramm führt. Wer einen österreichisch geprägten Buchmacher sucht, der in Deutschland lizenziert ist, landet bei Interwetten, nicht bei einem rein deutschen Anbieter.
NEO.bet
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben, mit Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. NEO.bet war einer der ersten Anbieter, die nach dem Übergangsregime eine Whitelist-Erlaubnis bekamen. NEO.bet bedient das Standard-Wettprogramm. Cricket ist Teil davon, ohne dass die Marke besonders hervorsticht. Wer NEO.bet wählt, wählt einen Anbieter mit klarer Lizenz, dessen Cricket-Programm sich an dem Standard des Marktes orientiert.
ODDSET
ODDSET ist der deutsche Klassiker unter den Sportwetten-Marken, mit Erlaubnis über die ODDSET Sportwetten GmbH, erstmalig erteilt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022, Aufsicht jetzt bei der GGL. ODDSET war vor dem Übergangsregime 2020 die deutsche Marke, an der kein Weg vorbeiführte. Heute ist ODDSET Teil des Lotto-Lands, mit einem Webauftritt und stationärem Vertrieb, der Cricket bedient, wenn Cricket im Programm steht. Wer ODDSET wählt, wählt den Markenkern, nicht ein breites Cricket-Programm.
Sportwetten.de
Sportwetten.de wird von der NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, betrieben, mit Erlaubnis seit dem 19.11.2020, Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Der Eigenname ist zugleich die Marke; wer „Sportwetten“ googelt, landet schnell hier. Der Fokus liegt auf dem Mainstream-Programm Fußball, Tennis, Basketball, US-Sport. Cricket ist saisonal Teil des Angebots. Die Plattform bedient ein deutschsprachiges Publikum, das den Namen kennt und nicht nach einem Nischenanbieter sucht.
Tipico
Tipico ist der auffälligste Name in dieser Liste, mit Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 09.12.2022. Die Tipico-App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und bewirbt den „Tipico Cashout“ sowie Live-Wetten. Für Cricket ist Tipico ein Mainstream-Anbieter, nicht ein Cricket-Spezialist. Das Wettprogramm führt Cricket in den ICC-Phasen, mit Standardsieg- und Totals-Märkten. Wer Tipico nutzt, nutzt eine bekannte Marke mit stationärem Vertrieb in Sportwetten-Shops, anonymer Online-Zugang ist dort nicht zu haben.
Tiptorro
Tiptorro ist die deutsche Variante des Tipico-Schwesterunternehmens, mit Erlaubnis seit dem 30.06.2021, Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt. Tiptorro bedient denselben Markt wie Tipico, mit anderen Bonusmechaniken und einer eigenen Plattform. Cricket ist Teil des Mainstream-Programms.
Cricket-Wetten live: was live geht, was nicht
Live-Wetten auf Cricket sind auf lizenzierten deutschen Seiten möglich, aber durch § 21 Abs. 4 GlüStV 2021 eingeschränkt. Während eines laufenden Spiels darf auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf Komponenten wie das nächste Wicket, die nächste Partnerschaft oder das nächste Over-Ergebnis, sofern das Spiel nicht in Ball-Ereignisse zerlegt wird. Wer auf „nächster Ball“ wettet, der also während des Spiels auf jedes einzelne Ereignis setzt, der findet das auf einer lizenzierten Seite nicht.
In der Praxis heißt das für Cricket-Live-Wetten: Der Markt „Wer gewinnt das ODI?“ ist live verfügbar. „Wer verliert das nächste Wicket?“ ist live verfügbar, je nach Anbieter. „Wieviele Runs im nächsten Over?“ ist nur dann verfügbar, wenn der Anbieter diese Komponente als genehmigt führt. „Nächster Ball, Boundary ja oder nein?“ wird auf lizenzierten Seiten nicht angeboten.
Cash-Out bei Live-Cricket
Cash-Out ist eine Funktion der Anbieter, kein gesetzlicher Anspruch. Die GGL hat keine eigene Regel dazu, und § 21 Abs. 4 schweigt zur Frage, wann ein Anbieter eine Wette zurückkaufen darf. Cash-Out ist eine Service-Frage, die jeder Anbieter in den eigenen AGB regelt. Bei Betway erscheint das grüne Cash-Out-Symbol unter „Meine Wetten“, mit dem der Spieler die Wette ganz oder teilweise auswerten lässt. Tipico bewirbt den „Tipico Cashout“ im App Store.
Cash-Out heißt immer: Der Anbieter kauft dem Kunden den Wettschein zu einem selbstgesetzten Preis ab, der in der Regel unter dem liegt, was die Wette bei späterem Sieg ausgezahlt hätte. Wer Cash-Out nutzt, akzeptiert einen Preis, den der Anbieter festlegt. Wer das nicht möchte, lässt die Wette bis zum Ende laufen. Auf Cricket angewendet: Eine Wette auf den Test-Match-Sieger lässt sich frühzeitig auswerten, wenn die kollabierende Mannschaft im zweiten Innings bereits 80 % des Zieles verloren hat. Wer dann aussteigt, sichert einen Teil des Gewinns, ohne die Wette nach Hause zu spielen.
Quote, Auszahlung und Margin – was hinter jeder Zahl steckt
Cricket-Quoten lesen sich schnell, sind aber nicht das, was der Anbieter auszahlt. Wer die Zahl hinter der Zahl versteht, versteht, warum sich manche Wetten lohnen und andere nicht.
Auszahlung und Nettogewinn
Wer 10 € auf eine Quote von 2,50 setzt, bekommt im Erfolgsfall 25 € zurück. Davon sind 10 € Einsatz, 15 € Nettogewinn. Wer eine Kombiwette aus drei Quoten 1,80, 1,95 und 2,10 setzt, wettet auf eine Gesamtquote von 1,80 × 1,95 × 2,10 ≈ 7,37; aus 10 € Einsatz werden bei Sieg 73,70 € Auszahlung, davon 63,70 € Gewinn. Die Quote multipliziert sich über die Beine, das ist die Mechanik.
Wer eine Gratiswette über 10 € auf Quote 3,00 nutzt, bekommt 20 € zurück (den Gewinn, ohne den Einsatz), weil die Gratiswette in der Regel den Einsatz nicht zurückerstattet. Eine Freebet ist ein Gewinn-Versprechen ohne Einsatz-Risiko, nicht eine echte Wette zum Nulltarif.
Margin des Markets
Hinter jeder Zwei-Wege-Wette steht eine Marge des Buchmachers. Ein ausgeglichener Markt mit zwei Quoten 1,90/1,90 hat eine Auszahlungsquote von 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95, also 95 %, was einer Marge von 5 % entspricht. Bei einem Drei-Wege-Markt (Sieg A / Draw / Sieg B) mit 3,40/3,40/2,10 ist die Rechnung komplexer, aber das Prinzip bleibt: Der Buchmacher behält einen Anteil, der sich aus der Verteilung der Quoten ergibt. Wer auf einer Quote mit höherer Marge wettet, gibt mehr von seinem Einsatz ab als auf einer mit niedrigerer Marge.
Diese Margin sitzt in jeder Cricket-Wette, ohne dass sie auf der Wettseite ausgewiesen wird. Sie ist die stille Belastung hinter jeder Quote, und der Spieler, der sie ignoriert, ignoriert den einzigen Teil des Wettangebots, der sich objektiv vergleichen lässt.
Was die Wettsteuer konkret macht
Angenommen, der Anbieter zieht die 5,3 % Wettsteuer vom Bruttogewinn ab, mit korrigierter Bemessungsgrundlage (5,3 / 105,3 ≈ 5,03 %). Bei 100 € Einsatz auf Quote 2,10 erhält der Spieler 210 € Bruttoauszahlung. Vom Bruttogewinn 110 € werden ca. 5,03 % abgezogen, was etwa 5,53 € ausmacht. Übrig bleiben rund 204,47 €, also ein Nettogewinn von rund 104,47 €, fast 5 % weniger als die Quote verspricht.
Andere Anbieter ziehen die Steuer vom Einsatz ab. Dann bekommt der Spieler auf 100 € Einsatz nur 94,97 € auf die Wette, mit derselben Quote, also 199,44 € Bruttoauszahlung und rund 99,44 € Gewinn. Der Verlust durch die Wettsteuer ist in beiden Fällen ähnlich, aber die Mechanik unterscheidet sich. Wer wissen will, was übrig bleibt, liest die AGB des Anbieters, nicht das Impressum und nicht das Werbeversprechen.
Cricket-Wetten: Spezialfälle und Verliererfallen
Cricket ist nicht Fußball. Wer die Spezialfälle nicht kennt, wettet ohne das letzte Stück Kontext.
Tie und Draw – zwei verschiedene Remis-Wertungen
Im Test-Cricket endet ein Spiel in der Regel nicht unentschieden; die Zeit läuft vorher ab, und das Spiel endet als „Draw“, einem Remis ohne Sieger. Im ODI oder T20 wird das Spiel zu Ende gespielt, und wenn nach allen Overs Gleichstand herrscht, gibt es das „Tie“, ein seltenes Ergebnis, das im Cricket World Cup 2019 zwischen England und Australien über die Anzahl der Boundaries entschieden wurde. Wer auf „Draw“ setzt, setzt auf einen Test, der vorzeitig endet. Wer auf „Tie“ setzt, setzt auf ein Ereignis, das in Limited Overs historisch selten ist. Wer beide Begriffe gleichsetzt, der wettet die falsche Kategorie.
Spielerwetten und Toss – Quoten ohne Wert
Spielerwetten auf Cricket sind möglich: Wer schlägt die meisten Runs, wer nimmt die meisten Wickets, wer erzielt ein Half-Century. Der Wettmarkt dafür ist dünn, und die Quoten spiegeln selten die Wahrscheinlichkeit. Anbieter, die Cricket-Spielerwetten anbieten, modellieren nicht den Sport, sondern den Kunden, der eine Quote sehen und klicken will.
Noch weniger Aussagekraft hat die Toss-Wette: Wer gewinnt den Münzwurf? Der Gewinner hat keinen statistischen Vorteil im Spiel; die Quote ist ein Zufallsgenerator in Buchmacher-Verkleidung. Wer sie wettet, wettet gegen sich selbst.
Verantwortung und Schutz – was die deutschen Regeln Cricket-Wettenden geben
Cricket-Wettende stehen unter demselben Schutzregime wie Fußball-Wettende. OASIS fragt bei Registrierung und Login; wer gesperrt ist, bleibt gesperrt. Das gemeinsame Einzahlungslimit von 1.000 € monatlich über alle Anbieter hinweg wird über LUGAS erzwungen; wer mehr einzahlen will, muss nachweisen, dass er es kann, und selbst dann steigt das Limit nur in Stufen und nur für einen kleinen Kreis. Der Panic-Button löst eine 24-Stunden-Sperre aus, schnell genug, um eine eskalierende Spielsituation zu unterbrechen.
Wer ohne GGL-Erlaubnis spielt, hat nichts davon: keine OASIS-Abfrage, keine LUGAS-Aktivitätsdatei, kein 1.000 €-Limit, keine Auszahlungsfrist bei Kontoschließung. Die GGL warnt explizit vor solchen Angeboten, zuletzt am 17. September 2026. Auf einer lizenzierten Seite zahlt der Spieler 5,3 % Wettsteuer, monatlich 1.000 € Limit und eineinhalb Tage für die Identitätsprüfung; auf einer Offshore-Seite zahlt er kein Limit und keine Steuer, aber auch keinen Schutz.
Drei Punkte, die jeder Wettende kennen sollte. Erstens: Wer gegen sich selbst sperrt, bleibt mindestens drei Monate gesperrt (§ 8a); das ist kein Komfort, das ist ein Sicherheitsnetz. Zweitens: Werbung für Sportwetten darf in Deutschland während laufender Live-Übertragungen nicht unmittelbar vor oder während des Spiels geschaltet werden (§ 5 Abs. 3); wer eine Quote sieht, die ungewöhnlich aggressiv beworben wird, hat keine Lizenz-Schutzregeln im Hintergrund. Drittens: Bei Streitigkeiten hilft die GGL im Rahmen ihrer Aufsicht; bei Offshore-Buchmachern hilft nur das eigene Portemonnaie, falls überhaupt.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in Deutschland
Wo kann in Deutschland legal auf Cricket gewettet werden?
Auf Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis stehen. Die Whitelist vom 2. Oktober 2026 listet über 20 solcher Inhaber, darunter Tipico, bwin, DAZN Bet und Interwetten. Welche davon Cricket im Wettprogramm führen, schwankt mit der Saison und sollte vor der Registrierung geprüft werden.
Was unterscheidet Test, ODI und T20 für Wettmärkte?
Test-Cricket läuft bis zu fünf Tage und kennt das Remis als „Draw“. ODI spielt 50, T20 20 Overs pro Innings und kennt den „Tie“ als seltenes Ergebnis nach regulärem Spielende, mit DLS-Anpassungen bei Wetterunterbrechungen. Die Wettmärkte sind je nach Format unterschiedlich, Märkte wie „nächstes Wicket“ gibt es in allen drei, spezifische „Score nach Over X“-Märkte eher in den Limited-Overs-Formaten.
Wie wirkt die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regenunterbrechungen?
Bei einem unterbrochenen ODI oder T20 wird das Ziel der zweiten Mannschaft nach DLS neu berechnet. Wetten werden gegen das DLS-Ziel ausgewertet, nicht gegen die ursprünglichen 50 oder 20 Overs. Unterspielt eine der Mannschaften die Mindest-Overs (20 im ODI, 5 im T20), ohne dass DLS greift, gilt das Spiel als „No Result“ und die Wette wird in der Regel erstattet.
Welche Live-Cricket-Wetten sind in Deutschland erlaubt?
Auf lizenzierten Seiten darf während des laufenden Spiels auf das Endergebnis gewettet werden, sowie auf Komponenten wie das nächste Wicket oder die nächste Partnerschaft, sofern die Komponente vom Anbieter als genehmigt geführt wird (§ 21 Abs. 4 GlüStV 2021). Ball-für-Ball-Wetten sind nicht erlaubt, weil „nächster Ball“ zu häufig ist.
Wie entsteht eine Cricket-Prognose – und warum ist kein Tipp sicher?
Eine Cricket-Prognose entsteht aus Formkurven, Head-to-Head-Daten, Wetterbedingungen und Aufstellungsfragen. Sie bleibt eine Wahrscheinlichkeitsaussage, kein Ergebnis. Das Wetter kann ein ODI unterbrechen, eine Schlüsselposition kann früh ausfallen, ein Toss geht 50/50 aus. Wer einen Tipp als sicher verkauft, verkauft kein Wissen, sondern Selbstsicherheit.
Wie berechnet sich die Auszahlung, und was ändert die Wettsteuer?
Auszahlung = Einsatz × Quote, Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der Beine zu einer Gesamtquote. Die Wettsteuer von 5,3 % wird vom Veranstalter getragen (§ 19 RennwLottG), aber an den Kunden weitergegeben, entweder vom Einsatz oder vom Gewinn, in der Praxis rund 5 % Verlust, abhängig von der Bemessungsgrundlage und der Behandlung des Anbieters.
Sportarten – pokalwetteninfo
Inhalt erstellt vom Team «pokalwetteninfo»
