French Open 2026 wetten – Grand-Slam auf Sand im Vergleich

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Stand: Oktober 17, 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein Sandplatz im frühen Morgenlicht, frisch gewalzt, mit weißen Linien und einem Netz im Hintergrund, keine Menschen.
Die French Open (Roland Garros) werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sand (Terre battue) ausgetragen; Veranstalter ist der Weltverband ITF.

Die French Open 2026 sind gespielt. Vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 stand Roland Garros wieder im Mittelpunkt der Tennissaison, Alexander Zverev gewann das Herreneinzel gegen Flavio Cobolli, Mirra Andrejewa setzte sich im Dameneinzel gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Wer die French Open jenseits des Fernsehens verfolgen und auf einzelne Spiele, Sätze oder den Turniersieg wetten will, braucht in Deutschland vor allem eins: einen Anbieter mit einer Erlaubnis der GGL. Nur dort greifen Spielerschutz, OASIS-Sperrsystem und das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 €. Wer ohne diese Erlaubnis spielt, spielt ohne deutsche Aufsicht – und ohne jede Möglichkeit, verlorene Einsätze auf dem Rechtsweg zurückzufordern, wie der aktuelle Tipico-Fall vor dem EuGH zeigt.

Roland Garros bietet für Wettende eine Vielzahl an Möglichkeiten: Quoten, Satz- und Handicapmärkte stehen im Zentrum, die Rechtslage in Deutschland bildet dabei die Rahmenbedingung. Der Schwerpunkt liegt auf den Konsequenzen: Welche Märkte öffnen sich wann im Turnierverlauf, was kostet ein „risikofreier“ Markt in Wirklichkeit, und woran erkennt man eine legale deutsche Wettplattform?

Wettmärkte bei den French Open: Sieger, Satz, Handicap und Quote

Tenniswetten auf Grand-Slam-Turniere sind kein einzelner Markt, sondern ein ganzes Bündel. Wer bei einem Buchmacher auf Roland Garros tippt, findet nicht nur eine Quote für den Titel, sondern separate Quoten für jedes Match, jeden Satz, jedes Handicap und laufende Wetten während des Spiels. Der Markt, auf den getippt wird, entscheidet, wie die Quote zustande kommt – und welche Marge der Anbieter kassiert.

Ein einzelner Tennisball liegt auf rotem Sand neben einer weißen Linie, geringe Schärfentiefe.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand statt.

Siegwette auf den Turniersieger

Die Siegwette auf den Turniersieger wird üblicherweise Wochen vor Turnierbeginn ausgespielt und während des Hauptfelds laufend angepasst. Wer früh auf den späteren Champion setzt, bekommt oft eine deutlich höhere Quote als beim späten Einstieg, dafür aber auch ein höheres Risiko, dass der favorisierte Spieler vor dem Titel verliert. Der Markt funktioniert wie eine lang laufende Wette: Die Quote enthält einen impliziten Abschlag für die Wahrscheinlichkeit, dass der Spieler alle Runden übersteht.

Bei den Herren spielen die Top-Setzlisten eine entscheidende Rolle – die erste Runde ist gegen einen klassischen Qualifikanten oder einen gesetzten Außenseiter fast Formsache, erst ab dem Achtelfinale wird die Quote realistisch. Bei den Damen ist die Streuung größer, Überraschungen häufiger. Die Quote reflektiert das, ist aber keine Prognose – sie ist ein Preis, den der Anbieter zahlt, wenn der Spieler den Titel holt. Die Marge des Marktes ist da eingepreist.

Satzwetten und Satz-Tipps

Wetten auf den Ausgang einzelner Sätze sind das Kernprodukt während des Hauptfelds. Anders als die Siegwette stehen Satz-Tipps bei fast jedem laufenden Match zur Verfügung. Der Modus erklärt, warum diese Märkte bei Grand-Slam-Turnieren anders funktionieren als bei kleineren Events: Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei den French Open gehen die Herren also über maximal fünf Sätze, die Damen über maximal drei. Bei 6:6 im Entscheidungssatz wird seit der Einigung aller vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung gespielt – das verändert die Quotenstruktur vor allem in den entscheidenden Phasen.

Wer auf einen Satz tippt, tippt damit indirekt auf die Tagesform. Der Buchmacher sieht, wer den ersten Aufschlag durchbringt, wie das Service-Hold funktioniert, ob ein Spieler mit der Beinarbeit auf Sand hadert, und passt die Quote während des Spiels an. Eine Wette auf den nächsten Satz, die vor 0:0 platziert wird, ist eine Wette auf den ersten Service-Durchbruch – und der ist auf Sandplatz statistisch seltener als auf Hartplatz.

Handicap-Wetten

Beim Handicap bekommt der Außenseiter einen fiktiven Satzvorsprung oder einen fiktiven Spielvorsprung auf die Quote. „Zverev -1,5 Sätze“ gegen einen ungesetzten Außenseiter bedeutet, dass die Wette nur dann gewinnt, wenn Zverev das Match ohne Satzverlust gewinnt. „Cobolli +1,5 Sätze“ gewinnt, wenn Cobolli mindestens einen Satz holt. Das Handicap wird genutzt, um Quotenkluften zwischen klar favorisierten Matches und engen Matches zu glätten – und um auf Außenseiter zu setzen, die einzelne Sätze holen können, ohne das Match zu gewinnen.

Livewetten: Was erlaubt ist und was nicht

Livewetten sind in Deutschland nur erlaubt, wenn sie sich auf das Endergebnis des Events beziehen oder auf seltene Zwischenereignisse wie „nächstes Tor“ im Fußball oder „nächster Satz“ im Tennis. „Nächster Punkt“ im Tennis ist nach GGL-Praxis nicht erlaubt – wer auf den nächsten Ballwechsel setzen will, findet auf legalen Anbietern keine Quote. Auch Wetten auf Ereignisse, die überwiegend von Minderjährigen oder Amateuren bestritten werden, fallen heraus: Fußball unterhalb der 3. Liga gilt als Amateurniveau, alle vier Grand-Slam-Turniere sind davon ausgenommen.

Über die Märkte: Wie die Marge entsteht

Jede Wettquote trägt eine Marge. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit Quote 1,90 / 1,90 ergibt sich: Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 0,95 – das heißt 95 % aller Einsätze werden im Mittel wieder ausgeschüttet. Die restlichen 5 % sind die Marge des Buchmachers. Bei Märkten mit drei oder mehr Ausgängen (Siegquote, Drei-Wege-Handicap, Tiebreak ja/nein) liegt die Auszahlungsquote je nach Ausgestaltung zwischen gut 90 % bei reinen Zweiermärkten und unter 85 % bei breit gestreuten Märkten mit vielen Ausgängen. Die Faustregel: Je mehr mögliche Ausgänge ein Markt hat, desto höher die Marge, desto weniger vom Einsatz zurück.

Was das konkret heißt: Bei einem Markt mit 95 % Auszahlung verliert ein Spielender auf lange Sicht 5 Cent pro eingesetztem Euro – das ist der Preis, den die Quote kostet. Wer Quoten vergleicht, vergleicht deshalb nicht einzelne Zahlen, sondern die Marge, die ein Anbieter im jeweiligen Markt verlangt. 1,90 / 1,90 ist ein Beispiel, kein zitierter Preis: Die echte Quote schwankt je nach Spiel, Anbieter und Zeitpunkt.

Die Rechnung hinter der Auszahlung

Wer 50 € auf eine Siegwette mit Quote 2,20 setzt und die Wette gewinnt, bekommt 50 × 2,20 = 110 € zurück. Davon sind 50 € Einsatz, der Nettogewinn beträgt 60 €. Auf die Bruttosumme kann die deutsche Wettsteuer erhoben werden – ob und wie, entscheidet jeder Anbieter selbst. Manche ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, manche vom Gewinn, manche verrechnen sie intern und zeigen dem Kunden den vollen Auszahlungsbetrag. Die Steuerquote beträgt 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus Steuer selbst“, was etwa 5,03 % des Bruttoeinsatzes entspricht. Wer sich für einen Anbieter entscheidet, sollte prüfen, wie dieser die Steuer handhabt – auf der jeweiligen Seite unter den Wettsteuer-Hinweisen.

Das Turnier: French Open zwischen Qualifikation und Finale

Die French Open sind seit 1891 ein eigenes Turnier – die erste Ausgabe unter dem Namen „Championnat de France international de Tennis“. Austragungsort ist das Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris, gespielt wird auf Sand (Terre battue). Sand ist die langsamste der vier Grand-Slam-Beläge und prägt sowohl die Spielweise als auch die Wettmärkte: Lange Rallys, hoher Anteil an Grundlinienduellen, weniger Aufschlag-Asse als auf Rasen oder Hartplatz. Wer auf einen Spieler mit starkem Aufschlag setzt, muss die Sandplatz-Statistik im Auge behalten, nicht die allgemeine Serve-Quote.

Zeitplan und Struktur

Die French Open dauern etwa zwei Wochen. Die Qualifikation beginnt eine Woche vor dem Hauptfeld, das Hauptfeld startet üblicherweise an einem Sonntag. Das gesamte Turnier läuft auf zwölf Tage, Finalwochenende ist Samstag (Damenfinale) und Sonntag (Herrenfinale). Die Herren spielen ab dem Achtelfinale täglich, die Damen haben in der ersten Woche einen Ruhetag.

Für Wettende bedeutet das: Wer auf den Turniersieger setzt, sollte die Auslosung kennen – sie entscheidet, wann die Top-Spieler überhaupt erst aufeinandertreffen können. Wer auf einzelne Matches wettet, hat in den ersten Tagen eine breite Auswahl an Erstrundenpartien mit klaren Außenseiterquoten. Je weiter das Turnier fortschreitet, desto enger werden die Quoten, desto weniger Auswahl gibt es an Einzelmatches – dafür werden die Live-Märkte liquider.

French Open 2026 in Zahlen

Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris statt. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2.800.000 €. Im Herreneinzel standen sich Alexander Zverev und Flavio Cobolli gegenüber – Zverev gewann das Finale und holte damit einen weiteren Grand-Slam-Titel. Im Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska.

Rekordsieger bleiben Rafael Nadal mit 14 Titeln bei den Herren und Chris Evert mit 7 Titeln bei den Damen – Zahlen, die als Kontext dienen, nicht als Wett-Vorhersage.

Anbieter mit GGL-Erlaubnis: Zehn Buchmacher im Vergleich

Wer in Deutschland legal auf Tennis und insbesondere auf die French Open wetten will, kann nur bei Anbietern mit Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder spielen. Die folgende Übersicht zeigt zehn Wettanbieter, die auf der GGL-Whitelist (Stand 02.10.2026) mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Reihenfolge folgt keinem Ranking nach Qualität – sie ist die alphabetische Gliederung der Whitelist-Snapshot.

Anbieter GGL-Whitelist-Status & Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
AdmiralBet Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet-at-home Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020
DAZN Bet DZBT Operations Limited 22.08.2023
Interwetten Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
NEO.bet Greenvest Betting Limited 09.10.2020
ODDSET ODDSET Sportwetten GmbH 18.11.2020
Sportingbet Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Tiptorro Torro Tec Limited 30.06.2021
Winamax Winamax (Société anonyme) 29.06.2021
888sport 888 Germany Limited 30.06.2021

Was die Whitelist zeigt – und was sie nicht zeigt

Die Whitelist führt für jeden Anbieter den Inhaber der Erlaubnis, das Datum der Erst- und Folgeerlaubnisse und die erlaubten Spielformen. Was sie nicht zeigt: die Qualität der Quoten, die Höhe der Quotensteuer-Behandlung, das Tempo der Auszahlung, das Livewetten-Angebot. Ein Eintrag auf der Whitelist ist die Eintrittskarte für legales Wetten in Deutschland, aber kein Gütesiegel für das Wettangebot selbst.

Die Bewertung folgt deshalb der zweiten Frage: Welcher Anbieter ist für welchen Spielertyp die richtige Wahl?

Die zehn Anbieter im Detail

Interwetten

Interwetten steht seit dem 02.11.2020 mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, Inhaber ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point, Sliema, Malta. Die Folgeerlaubnis wurde am 27.12.2022 ausgestellt. Interwetten gehört zu den etablierten Namen auf dem deutschen Markt und deckt Tennis in voller Breite ab – von Grand-Slam-Siegwetten bis zu Live-Märkten auf einzelne Sätze.

Wer Tennis-Wetten mit langer Tradition sucht und einen Anbieter mit deutscher Erlaubnis und breitem Wettprogramm bevorzugt, ist hier richtig. Wer allerdings Live-Streams zu jedem Match sucht, muss prüfen, ob das Angebot bei Interwetten die gesamte French-Open-Berichterstattung abdeckt – das ist anbieterspezifisch.

ODDSET

ODDSET gehört dem deutschen Staat: Erlaubnisinhaber ist die ODDSET Sportwetten GmbH, das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte die Erlaubnis am 15.12.2022 auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags. Die erste Erlaubnis datiert auf den 18.11.2020. ODDSET betreibt sowohl stationäre Annahmestellen als auch das Online-Angebot.

Für Wettende, die einen deutschen Veranstalter mit klarer regulatorischer Heimat bevorzugen, ist ODDSET die naheliegende Wahl. Das Online-Wettprogramm ist im Vergleich zu reinen Online-Buchmachern manchmal schmaler, dafür sind die Bedingungen transparent und die Auszahlung erfolgt über das staatliche Lizenzumfeld.

Sportingbet

Sportingbet führt die Whitelist mit der Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin, Erst-Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022. Im Wettprogramm findet sich ein „Konfigurator+“ zum Zusammenstellen eigener Wetten sowie Live-Wetten – zu den angebotenen Sportarten zählen Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Wer Tennis mit der Möglichkeit kombinieren will, mehrere Märkte eines Spiels zu einem Wettschein zu bündeln, findet im Konfigurator+ ein passendes Werkzeug. Für Snooker- und Darts-Fans, die neben Tennis wetten, ist die breite Sportauswahl ein Vorteil.

Tiptorro

Hinter Tiptorro steht die Torro Tec Limited aus Malta. Die deutsche Erlaubnis datiert auf den 30.06.2021, die Folgeerlaubnis auf den 27.12.2022. Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als „behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder“ beschreibt.

Die App-zentrierte Ausrichtung ist das Markenzeichen: Wer ohnehin mobil wetten will und eine schlanke Anwendung gegenüber der Desktop-Variante bevorzugt, ist hier richtig. Wer auf PC oder Tablet setzt, sollte prüfen, ob die Browser-Variante das gleiche Wettprogramm zeigt.

AdmiralBet

AdmiralBet gehört zur Greentube Betting Malta Limited, die mit der Novomatic-Gruppe verbunden ist. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 09.10.2020, es folgten Erlaubnisse am 13.12.2022 und 29.07.2024. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht seit dem 28.09.2022 – das ist eine andere Genehmigung als die Sportwett-Erlaubnis, mit eigenen Regeln.

AdmiralBet bringt die österreichische Wettkultur mit – Cash-Out und Konfigurator sind dort schon lange Standard, das Tennis-Angebot ist solide. Wer österreichische Quotenpflege gewohnt ist oder einen Anbieter mit Kombination aus Sportwetten und Slots-Lizenz sucht, sollte hier genauer hinsehen.

Winamax

Winamax ist die jüngere Marke mit französischen Wurzeln und deutschem Ableger. Inhaber ist die WINAMAX Société anonyme, die Erst-Erlaubnis datiert auf den 29.06.2021, die Folgeerlaubnis auf den 08.12.2022. Winamax bewirbt im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dafür auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag.

Kernangebot ist der Live-Stream: Winamax TV überträgt Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, alle vier Grand-Slam-Turniere, alle ATP- und WTA-Turniere sowie NBA und NFL direkt im eigenen Kundenkonto. Wer Grand-Slam-Tennis auf mehreren Streams parallel verfolgen will, hat bei Winamax eine ungewöhnlich breite Auswahl. Wer auf die Wettsteuer achtet, sollte die Bedingungen prüfen – „0 % Wettsteuer“ ist eine Marketingaussage, die für die eigenen Quoten gilt, aber nicht automatisch auf jedes Sonderformat oder jede Wettart ausgedehnt ist.

bet-at-home

Die Bet-at-home.com Internet Limited führt die deutsche Erlaubnis seit dem 02.11.2020, eine Folgeerlaubnis wurde am 22.12.2022 ausgestellt. Hinzu kommt eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022 – wieder eine andere Lizenz als die Sportwett-Erlaubnis.

bet-at-home gehört zu den Traditionsmarken im europäischen Online-Wettenmarkt mit österreichischer Herkunft. Das Sportwetten-Angebot deckt die Standardmärkte ab, Tennis-Wetten auf Grand-Slam-Turniere sind regelmäßig verfügbar, auch wenn die Marke weniger Schlagzeilen macht als jüngere Anbieter.

DAZN Bet

DAZN Bet ist die Wett-Plattform des Sport-Streaming-Anbieters. Veranstalter ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta; die GGL-Erlaubnis datiert auf den 22.08.2023 – die jüngste Erst-Erlaubnis im Vergleichsfeld.

DAZN Bet verbindet Streaming und Wette in einer Anwendung. Wer ohnehin DAZN-Kunde ist und ohne Medienbruch zwischen Match und Wettschein wechseln will, ist hier richtig. Wer auf eine etablierte Wettplattform mit langer deutscher Erlaubnisgeschichte setzt, findet bei älteren Anbietern mehr Sicherheit – die Erlaubnis ist drei Jahre alt, nicht fünf.

888sport

888sport gehört zur 888-Gruppe, deren Holding 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Deutsche Erlaubnis: 888 Germany Limited, erstmalig ausgestellt am 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022.

888sport ist die Sportwetten-Marke hinter der bekannten Casino-Marke 888. Wer bereits ein Casino-Konto bei 888 hat und das Sportwetten-Angebot aus einer Hand nutzen will, findet hier den einfachsten Übergang. Für Tennis allein gibt es keinen spezifischen Vorteil – das Wettprogramm ist solide, aber nicht außergewöhnlich.

NEO.bet

NEO.bet schließt die Liste. Inhaber ist die Greenvest Betting Limited, Erst-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis seit dem 22.12.2022. NEO.bet positioniert sich als jüngere, designorientierte Wettplattform mit Fokus auf das Online-Geschäft – keine stationären Annahmestellen, klare digitale Anwendung.

Für Wettende, die Wert auf eine moderne Oberfläche und ein schlankes Wettprogramm legen, ist NEO.bet eine Überlegung wert. Wer dagegen eine breite Palette an Wettarten und Live-Streams erwartet, sollte das Angebot vor der Registrierung prüfen – NEO.bet ist kleiner aufgestellt als die etablierten Platzhirsche.

Rechtslage für Tenniswetten in Deutschland

Tenniswetten sind in Deutschland erlaubnispflichtig. Wer ohne Erlaubnis der GGL Sportwetten anbietet, macht sich nach § 4 Abs. 1 GlüStV strafbar – die Erlaubnis erteilt die GGL auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Die Erlaubnis umfasst sowohl die Vermittlung als auch die Veranstaltung von Sportwetten über das Internet. Eine GGL-Erlaubnis erhalten ausschließlich juristische Personen mit Sitz in einem EWR-Staat, die ein wirtschaftlich solides, transparentes und sozialverträgliches Angebot vorlegen können.

Eine Messingwaage steht auf einem Holzschreibtisch neben einer Kaffeetasse, im Hintergrund ein helles Fenster.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Was darf auf welche Art gewettet werden

Erlaubt sind festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Sportereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorgänge während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombiwetten. Welche Wettarten genau erlaubt sind, legt das von der GGL genehmigte Sportwettprogramm fest (§ 21 Abs. 5 GlüStV). Der Turniersieger, der Sieger einer einzelnen Partie, der Sieger eines Satzes, ein Handicap auf Sätze oder Spiele – all das fällt unter festquotierte Wetten auf Sportereignisse und ist mit Erlaubnis grundsätzlich zulässig.

Livewetten sind während eines laufenden Spiels nur auf das Endergebnis oder auf seltene Zwischenereignisse erlaubt. Bei den French Open bedeutet das: Live-Wette auf den Match-Sieger ja, auf den nächsten Satz ja – auf den nächsten Punkt oder den nächsten Spielball nein. Auch Wetten auf Amateurspiele oder Events mit überwiegend minderjähriger Beteiligung sind ausgeschlossen; bei den Grand-Slam-Turnieren ist das kein Problem.

Illegale Angebote und die Folgen

Die GGL hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt – exemplarisch genannt wurde „Platincasino“. Die Warnung richtet sich gegen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, unabhängig davon, ob diese in Curaçao, Malta, Anjouan oder anderswo lizenziert sind. Ausländische Lizenzen haben in Deutschland keine Gültigkeit: Eine Malta-Lizenz oder Curaçao-Lizenz erlaubt einem Anbieter nicht, in Deutschland Sportwetten zu vermitteln.

Wer bei einem solchen Anbieter spielt, hat keine Aufsicht durch die GGL, keinen Zugang zum OASIS-Sperrsystem und keine Möglichkeit der Spielersperre über die deutsche Limitdatei (LUGAS). Parallel-Spiel und Auszahlungen unterliegen alleine den Geschäftsbedingungen des jeweiligen Anbieters. Die deutsche Wettsteuer wird zwar auch von illegalen Anbietern geschuldet – das zahlen ist aber kein Beleg für eine gültige Erlaubnis.

Strafrechtliche Konsequenzen

Strafbar macht sich vor allem der Veranstalter (§ 284 StGB): bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe. Auch das Werben für illegale Angebote ist strafbar (§ 284 StGB), bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an illegalem Glücksspiel ist ebenfalls strafbar (§ 285 StGB), bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Wer bei einem Anbieter ohne Erlaubnis spielt, bewegt sich in einer Grauzone: nicht jede Wette führt zu einer Anzeige, aber die Wette selbst bleibt formal ein Vergehen.

Zivilrechtliche Rückforderung: Der Tipico-Fall vor dem EuGH

Für verlorene Einsätze gibt es zivilrechtliche Wege. Der Bundesgerichtshof hat am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) dem EuGH die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 hat EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou in seinen Schlussanträgen (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich gehalten, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit Ausnahme, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Wer in der Vergangenheit bei einem illegalen Anbieter gespielt hat, hat also eine theoretische Rückforderungsmöglichkeit. Wer aktuell überlegt, illegal zu spielen, um Limits zu umgehen, sollte wissen: Die Rückforderung wird schwer, weil ohne Vertrag mit einem deutschen Anbieter viele Beweispflichten offen bleiben. Illegales Spielen ist kein Trick, sondern ein zusätzliches Risiko.

Spielerschutz und Verantwortung beim Wetten

Wer mit GGL-Erlaubnis spielt, ist nicht „automatisch geschützt“, sondern bewegt sich in einem Regulierungsrahmen, der den Schutz mit klar definierten Werkzeugen organisiert. Die wichtigsten Bausteine:

Einzahlungslimit und LUGAS

Standardmäßig darf ein Spielender pro Kalendermonat nur 1.000 € bei allen Anbietern mit GGL-Erlaubnis einzahlen. Die Begrenzung wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt, an die jeder Whitelist-Anbieter angeschlossen ist. Eine höhere Grenze (bis 10.000 € im Monat, in Ausnahmen bis 30.000 €) ist nur möglich, wenn ein Anbieter die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Spielers nachprüfbar feststellt – eine Selbsterklärung reicht nicht. Eine Senkung des Limits greift sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen Wartezeit.

Für Wettende, die ihre Ausgaben klar begrenzen wollen, ist das Limit ein Werkzeug, nicht eine Strafe. Für Hochroll-Spieler ist der Standarddeckel eng; wer deutlich mehr setzen will, muss die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit dokumentieren.

Verifizierung und Kontoeröffnung

Jeder Anbieter mit GGL-Erlaubnis verifiziert das Konto vollständig vor der Auszahlung. In der Zwischenzeit darf der Anbieter das Spielen für maximal 72 Stunden mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlung ermöglichen. Wer mit Vollverifizierung spielt, kann sofort einzahlen, wetten und auszahlen lassen. Wer das Konto nach 72 Stunden nicht verifiziert, wird gesperrt.

OASIS und Panikbutton

Die Sperrdatei OASIS (§§ 8, 8a GlüStV) ist die bundesweite Spielersperre. Jeder Anbieter mit GGL-Erlaubnis muss OASIS bei Registrierung und Login abfragen. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer sich selbst sperren will, kann das bei jedem Anbieter beantragen – die Sperre gilt dann für alle Anbieter mit GGL-Erlaubnis.

Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3) löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus, die jeder Anbieter in seinem Konto anbietet. Wer mitten im Spiel merkt, dass die Kontrolle schlechter wird, klickt den Button – das Konto ist für einen Tag gesperrt, danach kann der Spieler weiterspielen oder eine echte Sperre beantragen.

Zahlungen nur auf eigene Konten

Einzahlungen müssen von einem Zahlungskonto kommen, das auf den Namen des Spielers lautet und bei einem Geldwäsche-pflichtigen Institut geführt wird. Anonyme Zahlungsmittel – Kryptowährungen, anonyme Prepaid-Karten – sind auf legalen Anbietern nicht verfügbar. Welche konkreten Zahlungsmittel ein Anbieter akzeptiert, steht in dessen Geschäftsbedingungen.

Spielergelder auf Insolvenz geschützt

Spielergelder werden auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto geführt. Im Falle einer Anbieter-Insolvenz sind die Einlagen getrennt vom Anbieter-Vermögen. Bei Kontoschließung zahlt der Anbieter das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren aus (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV).

Wettsteuer: Wer sie schuldet, wer sie trägt

Die Sportwettensteuer ist im Rennwett- und Lotteriegesetz (§§ 16-25 RennwLottG) geregelt: 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus die Steuer selbst“, also rund 5,03 % des Bruttoeinsatzes. Geschuldet wird die Steuer vom Veranstalter der Wette – der Anbieter zahlt an das Finanzamt. Ob und wie der Anbieter die Steuer an den Kunden weitergibt, ist seine Entscheidung. Manche ziehen die Steuer direkt vom Einsatz ab, manche verrechnen sie im Gewinn, manche schlucken sie und werben mit „0 % Wettsteuer“. Wer seine Quoten vergleicht, sollte beide Modelle berücksichtigen: 2,20 mit 5 % Steuer vom Gewinn ist nicht dasselbe wie 2,10 ohne Steuer – der Nettogewinn kann sich unterscheiden, aber die Wettsteuer ist Teil des Anbieter-Geschäfts, nicht der Wette.

Werbe- und Bonusregeln

Werbung für Sportwetten darf nicht gezielt Minderjährige adressieren und nicht in Sportübertragungen unmittelbar vor oder während des Events erscheinen. Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären ist verboten. Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz ist unzulässig – Affiliates dürfen nur nach Anmeldung oder Erstaktivität vergütet werden.

Für Boni gibt es im GlüStV keine festen Vorgaben zu Höhe, Umsatz oder Mindestquote. Was ein Anbieter an Bonus, Gratiswette oder Quotenboost anbietet, bestimmt er selbst in seinen Bedingungen. Das bedeutet: Ein „100 % Bonus“ auf einen Anbieter kann mit 5x Umsatz und Mindestquote 1,80 kommen, ein anderer Anbieter kann 200 % mit 3x Umsatz und Mindestquote 1,50 anbieten – die Bedingungen entscheiden, nicht die Prozentzahl.

Häufige Fragen zu French-Open-Wetten

Wer hat die French Open 2026 gewonnen?

Im Herreneinzel gewann Alexander Zverev das Finale gegen Flavio Cobolli; im Dameneinzel setzte sich Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durch. Beide Finals fanden am Finalwochenende 6./7. Juni 2026 in Roland Garros statt.

Worin unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicap-Wetten?

Siegwetten tippen auf den Turniersieger oder den Sieger eines Matches und werden über das gesamte Turnier hinweg gehandelt. Satzwetten wetten auf den Ausgang eines einzelnen Satzes, typischerweise während eines Matches verfügbar. Handicap-Wetten geben einem Spieler einen fiktiven Vorsprung (zum Beispiel +1,5 Sätze) und gleichen so Quotenkluften zwischen klar favorisierten und engen Matches aus.

Welche Livewetten sind während eines Tennismatches erlaubt?

In Deutschland sind Livewetten auf das Endergebnis des Matches und auf seltene Zwischenereignisse wie den nächsten Satz erlaubt. Wetten auf den nächsten Punkt oder den nächsten Spielball sind nach GGL-Praxis nicht zulässig und werden auf legalen Anbietern nicht angeboten.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette?

Die Auszahlung ist Einsatz × Quote. Bei 50 € Einsatz und Quote 2,20 ergibt das 110 € Rückzahlung (50 € Einsatz plus 60 € Nettogewinn). Die Wettsteuer von 5,3 % auf der Basis „Einsatz minus Steuer selbst“ schuldet der Veranstalter; ob und wie sie der Kunde trägt, hängt vom Anbieter ab.

Woran erkennt man auf der GGL-Whitelist, ob ein Anbieter für Tennis eine Erlaubnis hat?

Die Whitelist führt für jeden Anbieter die Domain (zum Beispiel Interwetten), den Inhaber der Erlaubnis sowie das Datum der Erst- und Folgeerlaubnisse. Wenn ein Tenniswetten-Anbieter nicht auf der Liste steht, hat er keine deutsche Erlaubnis und darf in Deutschland nicht legal Sportwetten vermitteln. Die Whitelist ist unter glücksspiel-behoerde.de öffentlich zugänglich.

Was passiert, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Match abgebrochen wird?

Wetten auf das Match werden in der Regel nach den Wettanbieter-Regeln ausgewertet: Hat das Match offiziell begonnen und die Aufgabe erfolgt vor dem ersten Satz, werden viele Märkte storniert. Erfolgt die Aufgabe mitten im Match, werten Anbieter üblicherweise nach dem bis dahin erreichten Stand aus, sofern mindestens ein Satz regulär gespielt wurde. Die konkrete Regelung variiert je nach Anbieter und Markt; ein Blick in die AGB vor der Wette ist ratsam.

Inhalt erstellt vom Team «pokalwetteninfo»